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YouTube-SEO – die wichtigsten Rankingfaktoren für euer Video

21.April 2020 - Featured, Suchmaschinenoptimierung (SEO) -

Wenn es um das Thema Suchmaschinenoptimierung geht, spielt häufig Google eine zentrale Rolle. Eine weitere, weltbekannte Suchmaschine wird meist außer Acht gelassen: YouTube. 2005 wurde der Domain-Name „Youtube.com“ aktiviert und besitzt mittlerweile Milliarden monatliche Nutzer. Grund genug, sich auch bei YouTube mit der Suchmaschinenoptimierung zu befassen. Wie gelingt es euch und eurem Unternehmen also, dass euer Video in der Suche auf den vorderen Plätzen rankt? Auf was ist besonders zu achten? In unserem Blogbeitrag erwarten euch hilfreiche Tipps rund um die wichtigsten Rankingfaktoren eurer Videos!

2020-04-21_YouTube-SEO

Optimieren, um nicht in der Masse zu verschwinden

YouTube bietet vielen Firmen und Unternehmen einen geeigneten Weg, ihre Zielgruppe anzusprechen. Deshalb setzen immer mehr Unternehmen auf einen eigenen Kanal – egal ob für Storytelling-Kampagnen oder Produktvorstellungen. Allerdings werden auf der Video-Plattform etwa 500 Stunden Videomaterial pro Minute hochgeladen – in dieser Menge kann ein Clip schnell untergehen. Gerade deshalb ist es wichtig, eine eigene YouTube-Strategie zu entwickeln und seine Videos mit SEO-Maßnahmen zu optimieren. YouTube-SEO ist also der gesamte Optimierungsvorgang, der dazu führen soll, mehr Reichweite zu generieren und in den Suchergebnissen auf den vordersten Plätzen zu landen. Doch welche Faktoren sind dafür besonders ausschlaggebend?

Tipps und Tricks vor dem Hochladen

Als ersten Schritt empfiehlt es sich, eine ausgiebige Keyword-Recherche durchzuführen. So findet ihr heraus, wonach User auf YouTube überhaupt suchen und ermöglicht damit eine fundierte Grundlage für die Optimierung von Beschreibungen, Titel und Tags. YouTube bietet kein eigenes Tool für diese Recherche an – ihr könnt diese aber genauso gut über den Keyword Planer von Google Ads oder alternative Tools durchführen.

Die Optimierungsmöglichkeiten beziehen sich aber nicht nur auf das gesamte Online-Geschehen – denn schon vor dem Hochladen gibt es einen weiteren wichtigen Trick: Benennt die hochzuladende Datei um, sodass die Beschreibung auf jeden Fall euer Haupt-Keyword enthält. Einzelne Wörter trennt ihr dabei immer mit einem Bindestrich.

Die perfekte Videolänge und die passenden Anzeigen

Außerdem solltet ihr euch bereits im Vorfeld überlegen, wie lang euer Video sein soll. Macht die Länge eurer Videos aber nicht von kursierenden Durchschnittswerten abhängig, sondern vereinbart diese mit der User-Intention. Ein erklärendes Video darf gerne länger sein, um komplexe Inhalte auch wirklich umfassend und vollständig zu schildern. Bei witzigen Spaßvideos ist eine kurze Länge optimal. Die Nutzer konsumieren das Video-Format in der Regel parallel zu anderen Aktivitäten und können dieses problemlos teilen, da sich das Video durch eine komprimierte Größe schneller versenden lässt.

Wer allerdings auch an das Schalten von Anzeigen denkt, sollte Folgendes beachten: Bei Videos mit einer Länger von unter zehn Minuten sind Werbeanzeigen nur zu Beginn möglich. Erst bei Videos über zehn Minuten könnt ihr beliebig viele Anzeigen schalten und sogar genau bestimmen, wann und wie diese im Video ausgespielt werden. Außerdem spannend: Die Wiedergabedauer der Videos ist sehr wichtig für euer Ranking. Bei einem kurzen Video von fünf Minuten kann die Wiedergabedauer der Nutzer nicht länger als ebendiese fünf Minuten eures Clips sein. Längere Videos sind zwar kein Garant für eine längere Wiedergabedauer beim Zuschauer, aber ermöglichen diese grundsätzlich im Gegensatz zu kurzen Videos. Zusammengefasst bedeutet das: Längere Videos machen eine längere Watch-Time möglich!

Wichtig dabei ist allerdings, dass ihr eure Videos mit Inhalt füllt und diese nicht unnötig streckt – so ist eine starke Zuschauerbindung und mehr Watch-Time möglich!

Das Video verschriftlicht: Keywords, Beschreibungen und Titel

Zwar ist YouTube durch und durch visuell – dennoch spielen vor allem die Beschreibungen rund um eure Videos eine bedeutende Rolle: So ist der Video-Titel ein ausschlaggebender Ranking-Faktor. Idealerweise ist dieser zwischen 50 und 60 Zeichen lang und wie folgt aufgebaut:

[Haupt-Keyword] [beschreibender Text mit Neben-Keyword oder Variation des Haupt-Keywords] ([ggf. Zusatzinformation]) [Brand]

Achtet zudem darauf, dass der Titel nicht doppelt erscheint, wenn ihr inhaltlich ähnliche Videos hochladet. Außerdem ist es sinnvoll, dass der Titel genau das widerspiegelt, was im Video zu sehen ist. Lasst dabei eurer Kreativität freien Lauf – bleibt aber dem Inhalt eures Videos treu! Ansonsten gibt es zunächst vielleicht viele Klicks, aber auch eine hohe Absprungrate und somit ein schlechteres Ranking.

Die erste Kurzbeschreibung eures YouTube-Videos sollte ungefähr bis zu 200 Zeichen beinhalten. Von diesen sind 100 bis 120 Zeichen bereits zu sehen, ohne dass der Textbereich ausgeklappt ist. Diese Zeichen spielt Google auch in den Suchergebnissen aus. Fasst den Inhalt des Videos also kurz zusammen und klärt die W-Fragen rund um das Video. So wissen User direkt über den Inhalt eures Videos Bescheid – und sind im besten Falle interessiert, das Video anzuklicken.

Auch wichtige Links und kurze Infos zu eurer Marke oder eurem Unternehmen dürfen nach der Kurzbeschreibung eures Videos nicht fehlen: So gelangen interessierte Zuschauer gezielt zu euren Seiten. Hinterlegt die Kurzbeschreibung daher in die Standard-Einstellungen für Uploads – so bettet YouTube diese standardmäßig in jede Infobox bei euren Videos ein.

Tags, Tags und noch mehr Tags?

Die Keywords sind nicht nur für die Beschreibung und den Titel eures Videos wichtig, sondern auch bei den Tags: Das sind die Schlagworte, die ihr beim Hochladen eintragt. Pro Video empfehlen sich bis zu 15 Tags: Diese erscheinen nicht öffentlich, lassen sich aber im Quellcode auslesen und sorgen dafür, dass euer Video bei der Anzeige „verwandter Videos“ auftaucht. Ratsam ist es, alle Keywords jeweils im Singular und im Plural zu nutzen und auch Synonyme als Tags zu verwenden. Nennt außerdem die Kategorie, in die ihr euer Video einordnet: Beispielswiese „Produktvorstellung“ oder „Interview“. Gebt interessierten Nutzern so viel Input wie möglich!

Im Gegensatz zum Titel dürfen sich bei mehreren Videos die Tags ruhig wiederholen: Das ist sogar sehr sinnvoll, da der Algorithmus thematisch gleiche Videos erkennt und diese dem Nutzer vorschlägt. Aber aufgepasst: Die Tags sollten wirklich dem Inhalt des Videos entsprechen, gegebenenfalls auch die gesprochenen Wörter im Video widergeben – ebenso aber zum Titel und Beschreibungstext passen. Die Devise lautet also: Eine gute Auswahl treffen und Spam vermeiden!

Die Untertitel erstellt YouTube automatisch: Dies erfolgt mittels Spracherkennung. Deshalb ist es sinnvoll, diese manuell zu überarbeiten, damit der Algorithmus auch wirklich den Inhalt des Videos versteht.

Steigerung der Klickrate: Das passende Thumbnail und die Video-Einleitung

Titel, Tags und Keywords sind ausschlaggebend für den Erfolg eures Videos, aber ein gutes Thumbnail beziehungsweise Vorschaubild entscheidet darüber, wer klickt und wer nicht. Es ist deshalb einer der wichtigsten Faktoren. Das Thumbnail entscheidet nämlich maßgeblich über die Klickrate, da es für den ersten visuellen Eindruck beim Nutzer sorgt. Ein Vorschaubild sollte das Format 16:9 besitzen, eine Auflösung von 1280x720px haben und kleiner als 2Mbyte sein. Versucht dabei darauf zu achten, dass das Vorschaubild den Inhalt des Videos durch Text und Bild widerspiegelt und zu eurer Zielgruppe passt. Möglicherweise lässt sich auch ein Call-To-Action darin verpacken. Insgesamt sollte das kleine Vorschaubild allerdings nicht allzu vollgepackt sein: Bei zu vielen verschiedenen Farben, Emojis und Texten verliert der User schnell den Überblick. Doch beachtet hierbei immer eure Zielgruppen: Was für den allgemeinen Durchschnitts-User gilt, trifft nicht unbedingt auf eine sehr junge Zielgruppe zu, die beispielsweise positiv auf viele Emojis und bunte Farben reagiert.

Klickt der Nutzer nun auf euer Video, entscheiden meist die ersten zehn bis fünfzehn Sekunden darüber, ob der Nutzer euer Video anschaut oder beendet. Daher ist es enorm wichtig, eine kurze und knackige Einleitung zu Beginn eueres Clips zu haben, die die Neugierde eurer Zuschauer weckt.

Kanal: Die richtige Frequenz macht’s!

Wer online aktiv ist, weiß wie wichtig eine gewisse Regelmäßigkeit ist: Versucht also möglichst eine konstante Video-Frequenz auf eurem Kanal beizubehalten, sprich: Idealerweise ladet ihr ungefähr zwei bis drei Videos pro Woche hoch – aber auch nur, wenn ihr für diese Videos eine gute Qualität garantieren könnt. Denn: Qualität siegt über Quantität.

Aber nicht nur eine angemessene Frequenz ist wichtig für euren Kanal: Auch euer Kanalname sollte mit Bedacht gewählt sein und zu den Inhalten eurer Videos passen. Ein Kanal-Banner bzw. eine Header-Grafik sorgt zusätzlich für einen professionellen Look. Außerdem habt ihr die Möglichkeit, weitere Social-Media-Profile zu verlinken und eine präzise Kanalbeschreibung anzulegen. Aus rechtlicher Sicht sollte es auch ein Impressum geben: Dieses ist insbesondere eine Pflicht, wenn euer Kanal als „meinungsbildend“ gilt. Dies ist der Fall, wenn ihr regelmäßig Videos hochladet oder eine hohe Abonnentenzahl besitzt.

Wie wäre es außerdem mit einem Kanal-Trailer? Damit ist ein Video gemeint, das startet, wenn ein Nutzer euren Kanal aufruft. So gebt ihr den Besuchern eures Kanals einen ausgewählten Eindruck. Außerdem ist es möglich, eine Playlist anzulegen.

Nutzersignale: Abonnenten, Watch-Time und Likes

Der YouTube-Algorithmus orientiert sich an dem Verhalten der Nutzer – deshalb stehen die Nutzersignale im direkten Zusammenhang zur Relevanz des Videos. Somit sind diese ebenfalls sehr wichtige und entscheidende Ranking-Faktoren. Zu den Nutzersignalen gehören die Anzahl der Abonnenten, die Videoaufrufe und die sogenannte Watch-Time . Statistiken, die zeigen, wie lange die User im Schnitt eure Videos anschauen, findet ihr in eurem Account – YouTube nennt dieses Zuschauerbindung: Ihr erfahrt hierbei die durchschnittliche Wiedergabedauer in Minuten und Prozenten.

Auch das Verhältnis von Likes und Dislikes sowie die Anzahl der Einbettungen auf anderen Websites ist ausschlaggebend, damit euer Video es beim Ranking ganz nach oben schafft! Es gehört sogar ebenfalls zu den wichtigsten Ranking-Faktoren. Auch viele Kommentare sind für euch dabei von Nutzen!

Übrigens: Fragen hilft! Steigert eure Nutzersignale, indem ihr eure Zuschauer einfach darauf ansprecht. Eine Alternative zum einfachen Fragen ist eine sogenannte End Card: Hier könnt ihr eure Zuschauer zur Interaktion auffordern und erhöht so die Wahrscheinlichkeit für Abonnements, Kommentare und Likes. Und auch während des Videos ist das möglich: Fügt darin eine Infocard ein, in der ihr die Meinung eurer Zuschauer abfragt. Diese stimmen dann per Klick ab und interagieren – so stärkt ihr eure Zuschauerbindung!

Die richtige Mischung: Zwischen Tags, Beschreibungen und Abonnenten

Wer mit seinen Videos ranken möchte, ist nicht nur auf guten Content und kreative Videos angewiesen: Faktoren wie eine passende Beschreibung, ein kreatives Thumbnail und die richtige Benennung der Datei beim Hochladen spielen neben der inhaltlichen Ebene eine große Rolle. Ein strategisches Vorgehen hilft euch, euren Kanal und eure Videos im Ranking besser zu positionieren.

Autorin: Lea Tworuschka

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Ein Beitrag von Aufgesang-Team



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