Wikipedia-Praxistipps – Lektion 8: Formale Anforderungen und die Frage der Bebilderung

von | 29. Apr 2024 | PR

Lesedauer: 3 Minuten

Lesetipps

Mit seinem Wikipedia-Leitfaden und seiner Artikelserie „Wikipedia-Praxistipps“ hilft Aufgesang all jenen Unternehmen, die die Pflege ihrer Artikel in der Online-Enzyklopädie selbst in die Hand nehmen – oder dies beabsichtigen. Es ist eine gute Idee, da Unternehmen oder unternehmensnahe Themen (Manager, Marken, Produkte) kaum im Fokus der wenigen ehrenamtlichen aktiven Benutzer stehen. Die deutsche Community steht der Mitwirkung von Unternehmen daher offen gegenüber, wenn diese der Transparenz- und Offenlegungspflicht Genüge tun. 

Insbesondere bei der Neuanlage eines Artikels zeigen sich trotzdem häufig unvermutete Hürden – selbst wenn Relevanz gegeben ist: Unternehmen scheitern dann an formalen Unzulänglichkeiten, weil ihnen die Anforderungen nicht bekannt sind. Vor dem Erstellen eines Textes sollten sie sich unbedingt mit den Vorgaben zu Unternehmensseiten vertraut machen. Welche Besonderheiten hierfür gelten, darum geht es diesmal bei den „Wikipedia-Praxistipps“ – zudem thematisiert dieser Beitrag die Optionen für eine Bebilderung, wenn das Vorhaben erst einmal geglückt ist.

Formatvorlage als verbindlicher Orientierungsrahmen

Es gibt nicht nur Vorgaben zur enzyklopädischen Relevanz, sondern – weniger bekannt – auch zum Aufbau eines Artikels. Die Vorgaben sind in der Formatvorlage Unternehmen niedergelegt. Wikipedia möchte damit sicherstellen, dass ein neu entstehender Artikel zur Vermeidung eines Werbeverdachts hohen Ansprüchen an Qualität und Neutralität gerecht wird. Die Richtlinie weist darauf hin, dass man sich überwiegend mit der Historie eines Unternehmens befassen sollte. Wikipedia ist kein Newsticker, Produkte und Leistungen sind im Zweifel weniger wichtig.

Die Vorgaben gehen so weit, dass Unternehmen nicht einmal den Namen ihrer Seite frei wählen können, sondern beim Lemma an den allgemein gebräuchlichen Namen ohne Rechtsform gebunden sind. Einträge zu Konzernen führen üblicherweise den Namen der bekanntesten Gesellschaft der Gruppe. Es gibt Regelungen zum Textanfang, zur Darstellung von Produkten und Dienstleistungen, zu Preisen und Patenten, zur Einbindung einer Infobox sowie zur Kategorisierung des Artikels – und zu guter Letzt die verbindliche Vorgabe zur Berücksichtigung von kritischen Debatten.

Um keine Löschung ihres Artikels zu riskieren, tun Unternehmen gut daran, die Mindeststandards von Wikipedia im Blick zu behalten – denn die Community geht knallhart gegen Verstöße vor. Das Unternehmens-Portal der Online-Enzyklopädie hat die wichtigsten Formvorgaben zusammengestellt. Auf der Diskussionsseite des Portals sind Nachfragen möglich, die spezifisch für Unternehmen beantwortet werden.

Visuelle Artikelgestaltung: Worauf ist zu achten?

Wikipedia ist wichtig für die Reputation – sind die Textarbeiten abgeschlossen, geht es nicht selten darum, den Artikel mit Bildern interessanter und „lebendiger“ zu machen. Dabei sind allerdings Besonderheiten zu beachten, denn die Anforderungen sind andere als bei der Website oder dem Geschäftsbericht. So dürfen etwa Infografiken zur Geschäftsentwicklung im Jahresbericht nicht fehlen – bei Wikipedia hingegen wären solche Veranschaulichungen fehl am Platz.

Gut geeignet zur Bebilderung sind Fotos von der Firmenzentrale oder den Produkten. Besonders beliebt bei der Community sind Luftaufnahmen der Unternehmenszentrale und historische Fotos – die Produkte wiederum lassen sich mit Bildergalerien oder Bilderkarussells optisch ansprechend einsetzen, solange kein Verkaufskatalog entsteht. Die Bilder müssen einen konkreten Bezug zum Inhalt des Wikipedia-Artikels haben und dürfen diesen nicht nur illustrieren. Nicht infrage kommen Bilder mit Wasserzeichen und solche, die mit dem Firmenlogo versehen sind. Damit andere den Bildinhalt verstehen, sollte man eine passende Beschreibung dazustellen.

Unternehmen benötigen das uneingeschränkte Nutzungs- und Verwertungsrecht an Bildern, die sie für Wikipedia freigeben. Die Dateien werden dazu in der Mediendatenbank Wikimedia Commons (Schwesterprojekt von Wikipedia) hochgeladen und unter eine „freie Lizenz“ gestellt. In der Regel ist dies Creative Commons mit Namensnennung und Weitergabe unter gleichen Bedingungen. Bilder von Fotografen sollte sich ein Unternehmen vorher freigeben lassen – in Form einer standardisierten Nachricht. Der Hilfebereich von Wikimedia Commons hält Textvorschläge bereit.

Mit der Lektion 8 – „Formale Anforderungen und die Frage der Bebilderung“ – führen wir die „Wikipedia-Praxistipps“ an dieser Stelle fort. Gern greifen wir deine Fragen auf – dein Input ist also willkommen, per E-Mail: montag@aufgesang.de

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