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Wortliga: Das Texttool gegen Phrasen und Co.

29.November 2013 - Software und Tools -

Verständlichkeit, Prägnanz und Ästhetik: Das kostenlose Textanalyse-Tool der WORTLIGA (www.wortliga.de) prüft Texte auf formaler Ebene. Auf Grundlage des Hamburger Verständlichkeitsmodells liefert es in Sekundenschnelle eine objektive Einschätzung zur Lesbarkeit unserer Texte. Sprich: Einfachheit, anregende Zusätze, Gliederung und Ordnung sowie Kürze und Prägnanz werden auf den Prüfstand gestellt.

Warum hochwertiger Text so wichtig ist

Hochwertiger Text steigert das Google-Ranking. Doch was zeichnet hochwertigen Text aus? Auf der einen Seite natürlich die richtige Grammatik und Rechtschreibung. Texte sollten dem Leser inhaltlich einen Mehrwert bieten, einzigartig sein und nicht aus zusammenkopierten Inhalten bestehen. Auf der anderen Seite muss ein Text verständlich sein. Und das ist nicht immer leicht objektiv zu bewerten. Das Textanalyse Tool der WORTLIGA hilft. Es ersetzt zwar nicht das abschließende Redigieren, ist aber eine erste Hilfe und eine deutliche Zeitersparnis.

So geht`s – Analyse auf Knopfdruck

Durch copy and paste fügen wir unseren Text in das Textfeld ein. Mit Einfügen eines Keywords prüft das Tool den Text zusätzlich hinsichtlich SEO-relevanter Faktoren. Über den Button „Text analysieren“ erhalten wie in Sekundenschnelle eine Bewertung unseres Textes. Auf der rechten Seite erscheinen Fehler, Warnungen und Erfolge. Fahren wir mit der Maus über einzelne Analyse-Ergebnisse, hebt es die entsprechenden Stellen im Text hervor. Auf einen Blick sieht der Autor, wo es hapert. Mit Klick auf den blauen Infobutton bei den Meldungen, liefert das Tool die Erklärung und Tipps zur Verbesserung. Die Bearbeitung des Textes erfolgt direkt im Tool.

Das Ergebnis – Wie verständlich ist mein Text?

In drei Kategorien liefert uns das Textanalyse-Tool der WORTLIGA Fehler, Korrekturvorschläge und – damit die Motivation nicht nachlässt – natürlich auch Lob. Rot markierte Fehler sollten korrigiert werden, die gelben Felder sind Hinweise zur Verbesserung und nicht immer relevant. Erfolge sind grün hinterlegt und geben Feedback zu gelungenen Aspekten.

Am Ende spuckt WORTLIGA einen Lesbarkeits-Index aus. Liegt dieser unter 45, ist der Text zu schwierig, Texte mit einem Wert über 70 sind zu banal.

Analysefaktoren – Besser schreiben lernen

Die Textanalyse prüft nicht nur die korrekte Schreibweise und Satzlänge, sondern sagt auch Phrasen und Füllwörtern den Kampf an. Was das Tool noch so kann, sehen Sie in dieser Übersicht:

  • Keywords: Viel hilft nicht immer viel – das beweist die Verwendung von Keywords. In Maßen eingesetzt steigern sie das Google-Ranking.
  • Satzlänge: Kurze Sätze von 9 – 13 Wörtern sind für den Leser verständlich. Die Aufmerksamkeit bleibt erhalten, ohne ins banale abzudriften.
  • Passivverwendung: Die passive Schreibweise wirkt indirekt und unpersönlich. Aktive Formulierungen wirken ansprechender für den Leser und verkürzen oft sogar den Satz. Die Faustregel besagt: 2/3 aktiv, 1/3 passiv.
  • Perfekt: In der Vergangenheitsform stehen Hilfs- und Vollverb häufig weit auseinander. Der Leser verliert schnell das Interesse oder der Sinn des Satzes geht verloren. Imperfekte Formulierungen oder das Zusammenrücken von Hilfs- und Vollverb steigern die Aufmerksamkeit.
  • Unpersönliche Sprache: „Man“ bindet keinen Leser ein. Identifikation und Interesse wecken persönliche Ansprachen.
  • Modalverben: „Können, müssen, sollen“ blähen den Text unnötig auf.
  • Wortlänge: Kurze, dreisilbige Wörter erleichtern den Lesefluss und erhalten die Aufmerksamkeit des Lesers.
  • Abkürzungen: Abkürzungen bremsen den Lesefluss, da der Leser sie zunächst übersetzen muss.
  • Füllwörter: „Einfach, nun, denn, besonders, irgendwann“ – über Füllwörter stolpern wir beim Lesen. Wir sollten sie daher nur wohldosiert als Würzwörter verwenden.
  • Phrase: Phrasen, Floskeln und Redewendungen liefern wenig Information. Persönlicher und glaubwürdiger ist ein Text, wenn wir alte Redewendungen neu interpretieren oder lieber ganz darauf verzichten.
  • Nominalstil: Verben bevorzugen und Substantivierungen vermeiden (= Prägnanz). Hier zeigt sich eine Schwachstelle des Tools: Der Kontext bleibt oft unbeachtet und so wird das Wort „Gesundheit“, was sich als Substantiv in die Alltagssprache eingegliedert hat, alleine durch die Endung „-heit“ als Nominalisierung angezeigt.
  • Korrekte Schreibweise: Das A und O eines jeden Textes ist die korrekte Schreibweise.
  • Fremdwörter: Fachgesimpel schreckt Leser ab. Gibt es einen deutschen Ersatz, ist es meist besser, diesen zu benutzen. Ausnahmen bestätigen die Regeln: Manche Fremdwörter wirken durchaus belebend und frisch.

Fazit

Das Textanalyse-Tool der WORTLIGA ist ein hilfreiches Mittel, um Texte zu verbessern und Zeit zu sparen. Fleißige Korrekturleser hängen sich nicht mehr an unschönen Füllwörtern, nichtssagenden Phrasen und überlangen Sätzen auf.

Natürlich dürfen wir uns nicht blindlings darauf verlassen. Einige Fehler des Tools zeigen dann doch, dass es nicht die stilistische Fähigkeit eines Texters ersetzt. Überschriften zählt das Tool oft zu Sätzen, sodass es diese als zu lang markiert. Pronomen und Adverbien, die auf Wörter zurückverweisen, zählt es zu Füllwörtern. Und dennoch: Je häufiger wir das Tool nutzen, desto weniger Fehler bauen wir in unseren nächsten Texten ein.

Wer „besser schreiben lernen“ will, dem ist das gleichnamige Buch von Aurel Gergey zu empfehlen.

Autorin: Denise Sacht

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