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Video PR: Praktische Tipps für Ihre Videoproduktion

03.Juni 2015 - Public Relations -

Ob Werbefilm oder Erklärvideo: Wie wir in unserem letzten Beitrag zu Video PR gezeigt haben, sind Bewegtbilder in der Unternehmenskommunikation auf dem Vormarsch – wenn sie sich inhaltlich an den Nutzern orientieren. Sie verbinden unterschiedliche Sinneseindrücke, sind zuträglich für die Medienarbeit und bringen obendrein SEO-Effekte. Wie muss ein Video inhaltlich und gestalterisch aussehen, damit es angeschaut und geteilt wird? Wir geben praktische  Tipps für Ihre Video-PR:

Bevor es überhaupt losgeht…

Sie haben große Kameras aufgebaut und die Gesichter der Protagonisten gepudert? Halten Sie noch einen Moment inne und beantworten Sie zunächst folgende Fragen:

  • Welche Ziele möchten Sie mit dem Video erreichen?
  • Welche Zielgruppen sollen das Video später sehen?
  • Welche Botschaften möchten Sie in dem Video vermitteln?
  • In welcher Stufe des Kaufprozesses („Buyers Journey“) möchte ich meine Kunden erreichen?

Nach diesen Fragen richten sich die nächsten operativen Schritte maßgeblich. Haben Sie sie nicht klar für sich beantwortet, läuft das Video und damit möglicherweise viel Geld und Zeit ins Leere.

Besonders die Idee der Buyers Journey liefert wertvolle Impulse, zu welchem Zeitpunkt Nutzer welche Inhalte nachfragen. Während sich in der „Consideration Stage“  eher allgemeine Erklärvideos der Thematik eignen, bieten sich in der „Decision Stage“ konkrete Produktdemonstrationen, Vergleiche oder How-to-Videos an.

Mit Storytelling Emotionen wecken

Videos können – anders als Texte oder Infografiken – unmittelbar Emotionen vermitteln. Verzichten Sie auf allzu viele trockene Fakten. Erzählen Sie lieber konkrete Geschichten und nutzen Sie freundliche und menschliche Bilder. Dies hat eine bessere Erinnerung und eine positive Assoziierung Ihres Unternehmens zur Folge. Seien Sie außerdem kreativ: Erfolgsfaktoren für Viralität sind laut YouTube Leaderboard Studie starke Emotionen, Einzigartigkeit und Polarisierung.

Erklärvideos wiederum müssen klar und Schritt für Schritt Sachverhalte verdeutlichen. Hier kommt es erst in zweiter Linie auf Emotionen und vielmehr auf Verständlichkeit an.  Unbeteiligte Dritte können am besten prüfen, welche Elemente enthalten sein müssen. Im Idealfall funktioniert ein solches Video rein über Bildsprache.

Vom Vine bis zum Spielfilm – wie lange soll mein Video sein?

Generell gilt: Die Länge des Videos richtet sich nach dem Inhalt. Ein Thema sollte weder künstlich in die Länge gezogen, noch zu stark verkürzt werden. Solange das Video einen Mehrwert bietet und über einen Spannungsbogen verfügt, bleiben Zuschauer dabei. Im Idealfall sollte ein Online-Video höchstens drei Minuten dauern. Wollen Sie mit Ihrem Video mobile Nutzer erreichen, bietet sich eine kürzere Version an, um sowohl mobile Bandbreiten als auch die Aufmerksamkeitsspanne der Zuschauer nicht auszureizen. Bei Bewegtbildwerbung sieht es noch knapper aus: Idealerweise liegt die Länge hier bei zehn bis 14 Sekunden. Schneiden Sie alles heraus, was verzichtbar ist. Jede noch so aufwendig produzierte Szene existiert nicht zum Selbstzweck. Hinterfragen Sie mit dem Motto „Kill Your Darlings“ im Hinterkopf genau, was wirklich relevant ist.

Humor und positive Assoziationen sind gefragt

Menschen lachen gerne. Nutzen Sie diese Eigenschaft und bringen Sie Ihr Publikum zum Lächeln. Dann assoziieren Zuschauer Ihr Produkt oder Ihre Marke positiv. Wie Google in einer Studie zu Werbevideos herausfand, kommen in Deutschland vor allem Alltags- oder Büroszenen gut an. Wichtig ist, dass man Zuschauer nicht mit einem unguten Gefühl zurücklässt, sondern immer einen „positiven Dreh“ findet. Geteilt wird, was User unterhält, aber auch, was sie positiv, smart, kreativ oder innovativ aussehen lässt.

Musik – Stimmungsmacher oder Lärmfaktor?

Auch hier gilt – richten Sie sich nach dem Inhalt, überfordern Sie Ihre Zuschauer jedoch nicht. Laute, schnelle oder stark dynamische Musik nehmen Nutzer beim Surfen schnell als Störfaktor wahr. Verwenden Sie Musik sparsam und gezielt: Wenn Sie nicht gerade ein neues Album Ihrer Band promoten, dann sollte Musik die Inhalte bestmöglich unterstützen und nicht im Vordergrund stehen.

Aufnahmetechnik und Bearbeitung

Gute Inhalte sind eine gute Basis für ein erfolgreiches Video. Doch bei der Aufnahme selbst lauern noch einige Stolpersteine. Achten Sie auf ein gut ausgeleuchtetes Set und eine ruhige Kameraführung (zoomen Sie nicht wild umher). Weiterhin sind ein gut ausgesteuerter Ton sowie angemessene Hintergründe bei Interviews nicht zu unterschätzen. Konsultieren Sie einen Profi: Know-how und Technik im eigenen Unternehmen aufzubauen ergibt für wenige Großunternehmen Sinn. Sie brauchen keine Kuhherde und einen Stall, weil Sie ab und zu ein Glas Milch trinken möchten.

Setzen Sie Schnitt sparsam ein und spielen Sie nicht mit Effekten. In erster Linie möchten Videos informieren oder unterhalten – und nicht Ihre Fähigkeiten oder Spielereien mit Schnittprogrammen demonstrieren. Prüfen Sie deshalb, ob eine starke nachträgliche Bearbeitung Ihrer Botschaft zuträglich ist. Ein Verzicht auf Bearbeitungen wirkt spontan und authentisch, dezente Filter lassen ein Video professionell und stimmungsvoll wirken.

Vor der Verbreitung an mobile Nutzer denken

Rund 69% der Web-Nutzer gehen mobil ins Internet, vornehmlich mit Smartphones und Tablets. Hierfür sollten Videos das richtige Format und die passende Videogröße haben, um lange Ladezeiten zu vermeiden. YouTube beispielsweise passt die Größe automatisch an das Endgerät und die zur Verfügung stehende Bandbreite an.

Das Video ist fertig – und nun?

Beachten Sie die obigen Punkte, sollten Sie gute Videos produzieren können. Doch selbst das beste Video bringt nichts, wenn es nicht den Weg zu Ihren Zielgruppen findet. Tipps zum richtigen Content-Seeding gibt es im nächsten Beitrag zu Video-PR.

Autor: Jan Reinholz

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Ein Beitrag von Aufgesang-Team



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