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Vertrauensverlust traditioneller Medien und die Chance für Inbound-Marketing

20.März 2015 - Inbound- & Content-Marketing -

Das Edelman Trust Barometer 2015 deckte einige zukunftsweisende Trends in Bezug auf Vertrauen und Glaubwürdigkeit von Regierungen, NGOs, Wirtschaft und Medien auf. Interessant für PR-ler: Besonders die jüngere Generation in Deutschland schenkt traditionellen Medien weniger Vertrauen. Dies betrifft sowohl Zeitungen und Zeitschriften, als auch Fernseh- und Rundfunksender. Obwohl sie immer noch das höchste Vertrauen unter allen Informationskanälen genießen, halten nur noch 66 Prozent der Befragten diese Medien für glaubwürdig. Das sind elf Prozent weniger als im Vorjahr.

Erst mit deutlichem Abstand folgen Internet-Suchmaschinen mit 47 Prozent. Diese Ergebnisse stehen im starken Gegensatz zu internationalen Trends. Dort genießen Suchmaschinen mit 64 Prozent im Gegensatz zu traditionellen Medien mit 62 Prozent erstmals den Ruf als vertrauenswürdigste Quelle. Um den Anschluss an die Zielgruppen nicht zu verlieren, müssen Unternehmen und PR-ler auf diese Entwicklungen reagieren und die nötigen Schlüsse ziehen.

Was bedeutet der Vertrauensverlust für die Medienarbeit?

Das Verständnis von klassischer Mediennutzung teilt die Generation Y kaum noch. Informationen über konventionelle Massenmedien zu beziehen, deckt sich nicht mehr mit dem Verständnis ihrer Souveränität und ihrer Interessen. Klassische Medien werden für sie immer unattraktiver. Sie wünscht sich, individuell angesprochen zu werden und sieht sich in der Lage, selbst nach Informationen zu suchen und eigenständig zu selektieren.
Um seine Dialoggruppen weiterhin erreichen zu können, gilt es, neben klassischen Medien andere Kanäle in die Kommunikation einzubeziehen. Neben der direkten Ansprache über soziale Medien stellen Suchmaschinen die optimale Gelegenheit dar, sich und sein Unternehmen integer zu präsentieren.

Inbound-Marketing als starke Alternative

In diesem Zusammenhang lohnt sich ein genauerer Blick auf das Thema Inbound-Marketing: Dabei geht es darum, die Kundenperspektive einzunehmen und zu versuchen, durch attraktive Inhalte Lösungen für Probleme und Antworten auf Fragestellungen zu bieten. Es gilt also, von Kunden gefunden zu werden. Dieser Ansatz steht damit im Gegensatz zur klassischen Öffentlichkeitsarbeit, die darauf abzielt, Nachrichten im Interesse des Unternehmens durch mediale Kanäle direkt an die Dialoggruppen zu senden. Weg von der Push- und hin zur Pull-Strategie. Unternehmen erzielen die gewünschte Aufmerksamkeit für eigene Themen nicht durch eine mediale Überflutung, sondern durch interessante und kundenorientierte Inhalte.

Inbound-Marketing beinhaltet im Wesentlichen die drei Komponenten Content, Social Media und Suchmaschinenoptimierung. Im Zusammenspiel dienen sie dazu, Kunden und Interessenten Anreize zu bieten, sich mit dem Unternehmen zu beschäftigen. Folglich erreicht man seine Zielgruppen genauer, hat wenige Streuverluste und spart zudem eine Menge Geld.

Die eigenen Inhalte im Web auffindbar machen

Wesentlicher Bestandteil des Inbound-Ansatzes ist die enge Verknüpfung von Suchmaschinenoptimierung und der Erstellung von Inhalten. Content wird so aufbereitet, dass er optimal in den gängigen Suchmaschinen zu finden ist. Damit kommt man den im Edelman Trust Barometer 2015 weltweit festgestellten Trends entgegen. Da sich Kunden häufiger Suchmaschinen bedienen, um eigenständig nach Informationen zu suchen, treten Sie als Unternehmen genau dort in Erscheinung, wo Glaubwürdigkeit und Vertrauen am höchsten sind.

Durch Suchmaschinenoptimierung erscheint bei einer Suche nicht zuerst ein Zeitungsartikel, sondern die Unternehmenswebsite als vertrauenswürdige Informationsquelle mit guten Inhalten („Content Marketing“). Der Suchende fühlt sich damit umfassender informiert als bei klassischen Medien mit ihrer Funktion als Gatekeeper. Er begab sich ja schließlich selbst auf die Suche nach Information und war selbst in der Lage zu selektieren.

Nachhaltigere Wirkung durch Fürsprecher und Viralität

Weiterhin ist Inbound-Marketing im Internet nachhaltiger und langlebiger als der Weg über traditionelle Medien. Neben einer einmaligen Erscheinung in einer Tageszeitung beherbergt es beispielsweise das Potenzial einer viralen Verbreitung. Über integriertes Social Media Marketing wird die Aufmerksamkeit durch Hinweise in sozialen Netzwerken zu den Inhalten des Unternehmens zusätzlich erhöht. Außerdem steigt die Glaubwürdigkeit durch Fürsprecher-Effekte.

Autor: Jan Reinholz

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Ein Beitrag von Aufgesang-Team

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