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Symbol mit Ambitionen: Die Bedeutung des Hashtags in der PR

04.April 2014 - Social Media -

Seit der Einführung durch den Kurznachrichtendienst Twitter greifen immer mehr soziale Netzwerke die bekannte Raute auf: Google+, Pinterest, LinkedIn, Instagram und seit letztem Jahr auch Facebook. Hashtags strukturieren Informationen, bündeln Themen und dienen als Verstärker für Content in den sozialen Medien. Auch in der Unternehmenskommunikation ist der Hashtag angekommen.

Von der Raute zum Hype: Die Karriere des Hashtags

Früher war das Rautezeichen ein Symbol auf dem Telefon, später ein weitestgehend ignoriertes Zeichen auf der Tastatur. Aber die Raute legte eine steile Karriere bis zum Hashtag hin und ist heute nicht mehr aus den sozialen Medien wegzudenken. Hash – englisch für Rautezeichen – und tag –englisch für Schlagwort – setzen das gehypte Wort zusammen. Wörter, denen wir ein Hashtag in den sozialen Netzwerken voranstellen, werden zu klickbaren Links. Sie führen zu einem eigenen Feed mit Beiträgen anderer Nutzer, die diesen Hashtag enthalten. Sie ermöglichen Diskussionen zu bestimmten Themen und sind das „Inhaltsverzeichnis“ der sozialen Medien. Über die Suchleiste lassen sich die Hashtag-Feeds leicht finden.

Die Bedeutung für die PR

Hashtags spielen mittlerweile eine wichtige Rolle in der PR. Bei der Vermarktung von Produkten, Dienstleistungen und Events setzen Unternehmen verstärkt Hashtags ein, um der Zielgruppe ein Austauschforum zu bieten und die Informationen zu bündeln. Hashtags machen Inhalte sichtbarer und erhöhen ihre Reichweite. Die Unternehmenskommunikation kann sie als Mittel zum Social-Media-Monitoring nutzen und Diskussionen in Echtzeit verfolgen. Weiterer Vorteil von Hashtags: Innerhalb der Feeds ist ein direkter Austausch mit der Zielgruppe möglich.

Hashtags drücken Trends aus und wirken als Verstärker. Das muss nicht immer positiv sein. Hashtags (#Fail) können genauso gut einen Shitstorm lostreten. Im Idealfall besetzen Sie mit Ihrem Hashtag ein Thema positiv und betreiben so Agenda-Setting.

Hashtags selbstgemacht

  • Die Vorbereitung: Wählen Sie Hashtags gut durchdacht aus und stimmen Sie sie auf Ihre Zielgruppe ab. Recherche und Planung sind unerlässlich. Prüfen Sie, ob und wie der Hashtag bereits genutzt wird.
  • Tipp: Wählen Sie keinen langen und komplizierten Hashtag, sondern einen selbsterklärenden. Twitter Ads UK hat eine Infografik veröffentlicht, mit der man prüfen kann, ob ein Hashtag überhaupt zielführend ist und ob der gewählte Hashtag Sinn macht.
  • Weniger ist mehr: Ein gezielter Hashtag ist mehr wert, als jedes Wort mit dem Rautezeichen zu versehen.
  • Strategie: Hashtags funktionieren nicht alleine, sie müssen Teil einer Strategie sein. Setzen Sie sie daher konsistent auf mehreren Plattformen ein.
  • Trendsurfen: Nutzen Sie bestehende Hashtags, dann müssen Sie damit einen Mehrwert für das Thema liefern. Ansonsten verärgern Sie die bestehende Fanbase. Suchen Sie nach Trending-Hashtags (besonders beliebte Themen) und liefern Sie hier Inhalte mit Mehrwert. Aufgabe für die Kommunikationsabteilung ist es also, tagesaktuelle Themen zu recherchieren und spontane Postings hierzu zu erstellen. So werden im Idealfall weitere Personen auf die eigene Seite aufmerksam. Voraussetzung ist ein Bezug des Unternehmens zum Thema und das Wahren der Glaubwürdigkeit.
  • Durchhalten: Neue Hashtags erfordern Durchhaltevermögen. Hashtags bekannter Firmen sind oft Selbstläufer. Neue, unbekannte haben es hingegen schwer.
  • Intuitiv und massentauglich: Vermeiden Sie Fremdwörter oder komplizierte Abkürzungen.

Fazit

Der Hashtag ist ein gutes Mittel, um Inhalte zu sortieren, ein größeres Publikum zu erreichen und den Dialog in Echtzeit voranzubringen. Er ermöglicht Social-Media-Monitoring und ist ein Mittel des Agenda-Settings. Wichtig ist, Hashtags nicht übertrieben, sondern gezielt einzusetzen. Ein Hashtag ist nicht bloß ein willkürlich gewähltes Wort, sondern eine durchdachte Auswahl mit Trendpotenzial.

 

Autorin: Denise Sacht

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Ein Beitrag von Aufgesang-Team



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