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So arbeiten wir morgen – NWJ-Impulse diskutieren Bürotrends und Zukunftstechnologien im Deutschen Pavillon

23.März 2012 - Aufgesang unterwegs -

Frühling umweht das Messegelände in Hannover, in der gebogenen Glasfassade des Deutschen Pavillons spiegelt sich der Abendhimmel. Wo im Sommer 2000 Zehntausende Schlange standen, trifft sich heute die Wirtschaft. Kyocera Mita Deutschland, Haworth und das Niedersächsische Wirtschaftsjournal haben am 15. März 2012 zu einer exklusiven Abendveranstaltung eingeladen. Rund 200 geladene Gäste informieren sich über die wichtigsten Trends der Bürokultur. Sechs spannende Kurzvorträge erwarten sie; gefolgt von einer Tour durch den Deutschen Pavillon. Anschließend wird bei Jazzband und Fingerfood angeregt genetzwerkt.

Durch den Abend führt wie immer Heiner Nebel vom Niedersächsischen Wirtschaftsjournal Gewohnt unterhaltsam moderiert der Medienmacher und Initiator der Impulse-Reihe einen kurzweiligen Abend. Sechs Experten präsentieren in interessanten Impulsvorträgen Trends und Produkte, die das Arbeitsleben von Morgen mitbestimmen werden. Die geladenen Gäste aus niedersächsischen Unternehmen, Politik und Wissenschaft erfahren aus unterschiedlichsten Perspektiven, wie Arbeitsumstände die Effizienz beeinflussen. Für Spannung sorgt auch wieder das Format: Nur sechs Minuten hat jeder Referent Zeit, um seine Thesen zu präsentieren.

 

Unternehmenskulturen organisieren

Michael Kaiser von Haworth referiert über Organisationskulturen und zitiert aus der Studie „Oxygenz“, nach der sich 70 Prozent aller Nachwuchskräfte der Generation Y, also der ab 1981 Geborenen, ein persönliches Arbeitsumfeld wünschten. Doch sähe ein solches in jeder Organisationskultur anders aus. Aktuell unterscheiden sich laut Kaiser vier Kulturen, deren Umfeldgestaltung es ideal zu fördern gelte: Innovatoren erhielten Gemeinschaftsflächen für die kreative Zusammenarbeit. Projektgruppen sollten über teamorientierte Flächen verfügen. Wer Dinge schnell abarbeiten muss, sei mit einer Bench-Lösung ideal platziert, wohingegen für Controller Ruhe und Konzentrationsecken zu schaffen seien. Organisationskulturen trügen zum Unternehmenserfolg bei – wichtig sei die Mischung.

 

Gebäude funktional planen

Hellmut Faltz von der Beratungsgesellschaft für Gebäudeplanung Faltz-Consult stellt Nutzungskonzepte ins Licht des Produktivitätsfaktors. Seine These: Das Büro der Zukunft wird durch die Anforderungen der Nutzer bestimmt. Bekannte Bauformen wie Zellenbüro, Gruppenraum und Kombibüro behielten ihre Berechtigung. Raumunabhängige Technologien sowie veränderte Bedürfnisse nachfolgender Generationen erforderten jedoch neue Konzepte, die nicht zuletzt auch Leben und Arbeiten in Einklang bringen. Zudem sei das Thema „Green Office“ weiterhin wichtig. Dabei höre Nachhaltigkeit nicht bei langlebiger Ausstattung und energieeffizienten Gebäuden auf, sondern beeinflusse auch Arbeitswege. Einen individuell optimierten Standort mit hoher Effizienz, zufriedenen Mitarbeitern und nicht zu unterschätzendem Imagefaktor erhalte, wer Prozesse, Nutzung sowie Kommunikation definiere und das Büro darauf abstimme.

 

Bürotechnologie der Zukunft

Einen Einblick in die Office-Technologie der Zukunft gibt Carolyn Lüdtke von der Kyocera Mita Deutschland GmbH. Da sich die Idee vom papierlosen Büro als nicht praxistauglich erwiesen habe („es wird mehr ausgedruckt als je zuvor!“), sei nun das Schlagwort MDS – Managed Document Services – von größter Bedeutung. So habe das Unternehmen mit dem Fraunhofer-Institut zukünftige Bürowelten untersucht, um den hierfür idealen Technologien auf die Spur zu kommen. Die Kernthemen der Zukunft seien räumliche Mobilität, flexible Arbeitsrhythmen, neue Kommunikationswege, ökologisches Umdenken sowie effiziente Technologien. Die Realität der Zukunft bildeten wirtschaftliche wie umweltfreundliche Dokumentenprozesse.

 

Luftschlösser fürs Büro

„15 Kilogramm Luft benötigt jeder Mensch am Tag“, referiert Carsten Feuerhake von Bioclimatic zum Thema Büroluft. Mit guter Luft lässt sich die Leistung steigern, so seine These. Zu oft würde ignoriert, wie beeinträchtigt die Raumluft sei: Durch Ausdünstungen von Computern und Teppichen wie auch in Gesellschaft von Erkälteten. Luftionisation, das „Prinzip Gewitter“, reinige die Luft einfach, umweltfreundlich und energieeffizient, sodass selbst Pollenallergiker den Nutzen spürten. Stationäre Lösungen ließen sich problemlos in Klima- und Lüftungsanlagen integrieren, Büroluft sei aber auch leicht durch mobile Geräte zu verbessern. Hygienische Luft schütze vor Ansteckung und unliebsamen Gerüchen. Luft sei schließlich das wichtigste Gut.

 

Alles in der Wolke

Tim Rademacher von der Wissenswerft GmbH erläutert, wie er sein gesamtes Unternehmen auf Mobilität ausgerichtet habe. Alle Daten, Prozesse und Dokumente steckten nicht mehr in lokal basierten Computern oder Servern sondern in einer „Cloud“. Das mache die maximale Flexibilität von Mitarbeitern möglich. Ein Ticket-System regele das Projektmanagement digital: Via Telefon eingehende Kundenwünsche landeten im virtuellen System. Definierte Prozesse ermöglichten eine sofortige Bearbeitung bei gleichzeitiger Ortsunabhängigkeit. Neu sei die Page2flip-Vertriebsapp, die einen mobilen Zugriff auf Vertriebs-PDFs biete. Zudem kämen QR-Codes verstärkt in der Kundengewinnung zum Einsatz. Rademacher ermunterte dazu, digitale Prozesse zu nutzen, um in der Businesswelt der Zukunft dabei zu sein.

 

Simplify your office

Den Zusammenhang zwischen Komplexitätszunahme und Effizienzverlust erläutert Stefan Blahak von Office360. Mail-, Dokumenten- und Informationsfluten gelte es daher zu begrenzen, Technik zu vereinfachen. Erst wenn Mensch, Werkzeuge und Mittel zusammenwirkten, sei ein Unternehmen gut aufgestellt. Um dies zu fördern, wird noch am gleichen Abend das Expertennetzwerk „Offizienz“ aus der Taufe gehoben.

 

Im Anschluss an die Vorträge folgt eine spannende Tour durch den Deutschen Pavillon, der im Jahr 2000 für die Expo in Hannover gebaut wurde. Das mit einem Architektur-Award ausgezeichnete Gebäude steht heute für Kongresse und Events zur Verfügung. Die Gäste der NWJ-Impulse lassen Expo-Flair wieder aufleben: Auf Begeisterung stoßen Maskottchen Twipsy und ein Film mit Expo-Impressionen, der im früheren 360-Grad-Kino gezeigt wird. Feines Catering vom Party Löwen, swingende Live-Musik der Old Virginny Jazzband und eine Tombola mit attraktiven Preisen runden den langen Abend ab. Besonders fröhlich gefeiert wird in der von Haworth eingerichteten Fußball-Lounge sowie in der der Kaffeemanufaktur: Nämlich der 4:0-Sieg von Hannover 96, der parallel auf zwei Bildschirmen übertragen wird.

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Ein Beitrag von Senior PR-Beraterin



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