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Snapchat- vs. Instagram-Stories

09.November 2016 - Social Media -

Der Trend in Social Media geht zu kurzlebigen Inhalten – das bewies auch Instagram mit dem neuen „Story“-Update, welches das Unternehmen am 2. August 2016 veröffentlichte, und stark an den (Neu-) Rivalen Snapchat erinnert. Damit wandelt Instagram sein Image: weg von gut geplanten und hochwertig aufbereiteten Inhalten zu spontanen und kreativen Schnappschüssen. Mehr als genug Anlässe für uns, die beiden Story-Funktionen zu vergleichen: Wo genau liegen die Unterschiede? Wie können Unternehmen Stories für ihr Marketing am besten nutzen?

Mit der Geschichten-Funktion, die Snapchat bereits seit Oktober 2013 verwendet, haben Nutzer beider Plattformen die Möglichkeit, Bilder in eine sogenannte Storyline zu posten und diese den Followern für 24 Stunden zur Verfügung zu stellen. Nach Ablauf dieses Zeitraums löschen sich die Posts, die maximal 10 Sekunden lang sind, automatisch. Nutzer können ihre Bilder und Videos durch Filter und verschiedene Zeichen-Tools zusätzlich bearbeiten oder auf vorhandene Aufnahmen vom Smartphone zurückgreifen.

 

Snapchat-vs-Instagram-Stories

 

Für welche Unternehmen eignet sich das?

Gute B2B-Inhalte zeichnen sich vor allem durch einen Mix aus Emotionen, Fakten und Statistiken aus – im B2C-Bereich liegt der Fokus dagegen auf unterhaltendem Content. Dies steht sowohl bei Snapchat als auch bei Instagram im Vordergrund. Bilder und Videos in einer Story zu veröffentlichen und in die eigene Marketing-Strategie miteinzubinden, ist somit besonders für diese Unternehmen interessant. Sowohl Veranstaltungen und Messen als auch Produkte werden hierbei durch kreativen Content begleitet und dargestellt. Dies spricht die Kunden und Interessenten direkt an und Sie können als Unternehmen eine Beziehung zu ihnen aufbauen. Mehr als durch die üblichen Werbeanzeigen fühlen sie sich durch persönliche Markenempfehlungen und zeitaufwändige Content-Produktion angesprochen.

Wie können Unternehmen Stories nutzen?

Im Vordergrund stehen für Unternehmen bei der Storynutzung folgende Aspekte: Durch den gebotenen Content verschaffen Sie Ihrer Marke Aufmerksamkeit und prägen das Image Ihrer Produkte. Dies gelingt durch kreative Inhalte, mit denen Sie neben der Story der engsten Freunde und Bekannten auffallen und überzeugen. Ein interessanter Einstieg in die Geschichte weckt die Aufmerksamkeit Ihrer Follower und führt dazu, dass sie sich auch die nachfolgenden Bilder oder Videos anschauen.

Als Themen eignen sich beispielsweise die Begleitung einzelner Events oder Einblicke aus dem Unternehmensalltag. Hierbei ist es ratsam, eine regelmäßige Frequenz der Post-Veröffentlichung zu bestimmen, um regelmäßig an vorderer Position der Storyline zu erscheinen. Sobald eine Story erstellt ist, können Sie diese auf anderen Social-Media-Kanälen promoten oder bei Instagram im eigenen Feed auf diese hinweisen und somit interessierte Follower für sich gewinnen. Die Posts in Ihrer Instagram-Story sollten Ihren Feed möglichst ergänzen, um die Nutzer auch für Ihre Geschichte zu begeistern. Dies können Sie als Chance nutzen und in Ihrer Story mit Inhalten experimentieren. Sollten Follower diese gut annehmen, können Sie daraus Inhalte für den Feed entwickeln.

Doch welche Argumente sprechen nun für die Nutzung von Instagram und welche für Snapchat?

Vorteile der Instagram-Story

Für die Verwendung der unternehmenseigenen Instagram-Story spricht eindeutig die hohe Zahl der Nutzer. Mit dem produzierten Content erreichen Sie viele Follower und können dennoch den Anstieg bzw. die Entwicklung der Abonnentenzahl einfach nachvollziehen. Dies ist bei Snapchat nur eingeschränkt möglich. Grundsätzlich spricht Instagram hierbei im Vergleich zur Konkurrenz-App, die eher auf jüngere Follower abzielt, eine breitere Zielgruppe an. Außerdem ermöglicht der Instagram-übliche Hashtag, den Sie auch in den Stories verwenden können, Verweise auf weitere Inhalte, wie z.B. Ihr neuestes Produkt.

Ein paar technische Details sorgen ebenfalls für Unterschiede zwischen den beiden Apps. Instagram-Stories ermöglichen den Nutzern im Vergleich zu Snapchat

  • einen Wechsel zum vorherigen Bild durch Klick auf die linke Bildhälfte
  • eine übersichtliche Zeitdarstellung durch Balken am oberen Bildrand
  • die Anordnung in der Storyline nach einem bestimmten Algorithmus

Snapchat setzt dies anders um, da Nutzer ausschließlich das nachfolgende Bild anschauen können und lediglich durch einen kleinen Kreis in der oberen rechten Ecke den Storybeginn des nächsten Accounts erkennen. Die Postings sind zudem nach Aktualität sortiert.

Vorteile der Snapchat-Story

Bei Snapchat schmücken nicht nur lustige, sondern auch nützliche Filter die Posts in den Stories. Wenn die Ortungsdienste eingeschaltet sind, geben die Geo-Filter Aufschluss darüber, wo Sie sich gerade befinden. Veröffentlichen Sie viele Posts von einem Event, erscheinen diese gebündelt im sogenannten „Discover“-Bereich, der auch für Snapchat-Nutzer, die Ihrem Unternehmen nicht folgen, zugänglich ist.

Weitere nützliche Eigenschaften, die in den Instagram-Stories fehlen, sind die Screenshot- und Memoriesfunktionen. Snapchat zeigt Ihnen durch ein bestimmtes Symbol und eine Benachrichtigung an, wer einen Screenshot von einem Post gemacht hat. Dies kann beispielsweise bei Themenabstimmungen für die kommenden Stories nützlich sein. Sollten Sie für bestimmte Inhalte bereits passende Bilder auf dem eigenen Gerät gespeichert haben, können Sie diese ganz einfach in die Story hinzufügen – bei Instagram geht dies nur eingeschränkt, da nur Zugriff auf die Aufnahmen der letzten 24 Stunden besteht. Auch Snaps, die noch nicht in der Story gepostet sind, können gespeichert, bearbeitet und später hochgeladen werden. Dies erleichtert Ihnen die Content-Planung.

Wir halten also Folgendes fest:

  • grundsätzlich ähneln sich beide Story-Funktionen
  • die Apps zielen auf unterschiedliche Zielgruppen ab
  • Instagram bindet das Feature geschickt in die vorhandene App ein
  • Snapchat bietet mehr Möglichkeiten für kreativen Content

 

Fazit

Durch das neue Story-Feature von Instagram verwischen die Grenzen zwischen dieser App und Snapchat immer mehr. Zur Auswahl der richtigen Anwendung gilt es, die gewünschte Zielgruppe und die Art der Selbstdarstellung genau zu definieren. Setzt Ihr Unternehmen mehr auf das Erreichen der exakten Zielgruppe als auf Reichweite, ist Snapchat eher geeignet. Um mehr potenzielle Kunden anzusprechen, bietet sich dagegen Instagram an. Wir empfehlen für Unternehmen, die bis jetzt ausschließlich auf Snapchat gesetzt haben, auch Instagram auszuprobieren, da außergewöhnliche Updates durch die Facebook-Familie nicht auszuschließen sind und die App somit für Businesszwecke in Zukunft mehr bieten könnte als die Konkurrenz.

 

Autorin: Franziska Pütter

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Ein Beitrag von Aufgesang-Team



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