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Schreibblockade – Was tun, wenn der Kopf leer ist?

12.Februar 2014 - Public Relations -

Ein blanko Blatt Papier, ein weißes Worddokument und ein leerer Kopf. Wer vor der Aufgabe steht, Texte zu schreiben, dem ist dieses Problem wahrscheinlich nicht unbekannt. Was als eine vermeintlich unkreative oder unkonzentrierte Phase beginnt, kann sich schnell zu einer Schreibblockade entwickeln. Wenn die Ideen für den perfekten Einstieg und die richtigen Formulierungen ausbleiben, wird Schreiben zur Qual. Wir haben uns in der Agentur umgehört und die Frage gestellt, wie die Berater Schreibblockaden vermeiden oder wie sie mit ihnen umgehen.

Schreibblockade? Nein danke!

Christian Gasche, Senior-PR-Berater, Redakteur und Redenschreiber, ist ans Schreiben gewöhnt und kennt das Problem, „eine Stunde vorm leeren Worddokument zu sitzen“ nicht. Bei sachlichen Texten, Reden oder technisch geprägten Artikeln falle der Einstieg oft leichter. „Bei kreativen Texten sieht das anders aus“, so Gasche. Hier könne es häufiger vorkommen, dass das Texten schwerfällt. Ihn springen die Themen meist direkt an und wenn nicht, dann hilft die Recherche. Gasche lässt das Thema nach dem Recherchieren oft für ein bis zwei Stunden, manchmal aber auch Tage ruhen. „Im Hintergrund, in meinem ‚Arbeitsspeicher‘, arbeitet es aber kontinuierlich weiter.“ So kann es vorkommen, dass plötzlich beim Spaziergang der entscheidende Funke zündet und das Schreiben losgehen kann. Nicht nur die Recherche und das Ruhenlassen des Themas können helfen, manchmal hilft es schon, die Gedanken zu sortieren.

„Über die allmähliche Verfertigung der Gedanken beim Reden“

Dem Anfang ein Ende hinzufügen, seine Gedanken sortieren, ist hier die Quintessenz des Aufsatzes von Heinrich von Kleist. Gleich zwei Berater nannten das Zitat des Schriftstellers beim Thema Schreibblockade. Seine Gedanken zu sortieren gelingt demnach am besten im Gespräch mit einer anderen Person. Probieren Sie es doch einmal aus und reden Sie mit anderen über das Thema, bei dem Sie einfach nicht weiterkommen. Oder denken Sie einfach laut. Auch das kann helfen.

Übung macht den Meister

Einheitlich vertreten war die Ansicht: „Professionalität vermeidet Schreibblockaden“. Je mehr Erfahrung Journalisten, PR-Berater und Medienprofis sammeln, desto leichter fällt ihnen das Schreiben. Zunehmende Professionalität merzt Schreibblockaden nahezu aus. „Denn Schreiben ist kein Geheimnis, sondern Handwerk“, erklärt Anja Floetenmeyer, Senior-Beraterin bei Aufgesang.  PR-Berater Peter Montag sammelt Informationen, schreibt alles nieder und reduziert daraufhin. So geht auch Anja Floetenmeyer vor: Ganz nach dem Motto „viel hilft viel“ sammelt sie Broschüren, Flyer und alles rund ums Thema. Die Informationen destilliert sie so lange, bis nur noch die Kernaussage übrig bleibt. „Der finale Text enthält am Ende keine überflüssigen Worte, das ist die Kunst“, so Floetenmeyer. Dabei müsse der Schreiber sich darüber klar sein, was er sagen will. Tipp von Anja Floetenmeyer: „Just do it!“

Den eigenen Weg finden

Wichtig ist es, das Thema Schreibblockade locker anzugehen. Verkrampfen Sie sich nicht, lenken Sie sich ab und machen Sie etwas anderes. Und das Wichtigste: Finden Sie Ihren eigenen Weg, wie Sie mit einer Schreibblockade umgehen. Tipps sind lediglich Anregungen und können helfen – müssen es aber nicht. Tanja Quedenbaum, PR-Assistenz bei Aufgesang, hat ihren eigenen Weg gefunden: „Beim Schreiben gilt bei mir: Je früher desto besser. Und nie ohne Kaffee und Schokolade.“ Auch schreibt sie nicht Zuhause, denn hier ist die Ablenkung zu groß. Peter Montag schließt sich an und weiß, dass es wichtig ist, für eine ablenkungsfreie Umgebung zu sorgen.

Die Tipps im Überblick:

  • Recherchieren Sie das Thema, um einen besseren Einblick zu gewinnen und sich inspirieren zu lassen.
  • Lassen Sie das Thema ruhen. Oft kommen die besten Gedanken, wenn man etwas anderes macht.
  • Sortieren Sie Ihre Gedanken. Das kann gelingen, wenn Sie mit einer anderen Person über das Thema sprechen.
  • Planen Sie genügend Zeit ein, um nicht unter Druck und kurz vor der Deadline arbeiten zu müssen.
  • Konzentration: Finden Sie den richtigen Ort, an dem Sie konzentriert arbeiten können und keine Ablenkung herrscht.
  • Schreiben Sie einfach drauf los und fangen Sie ruhig in der Mitte an, wenn der passende Einstieg fehlt. Wie bei jedem Schreibprozess kann später neu sortiert und umgeschrieben werden.
  • Schreiben Sie nieder, was Ihnen in den Sinn kommt.
  • Fühlen Sie sich in den Leserhorizont ein: Was interessiert den Leser? Was will er erfahren? So finden Sie die relevanten Aspekte des Themas und der Einstieg fällt Ihnen leichter.
  • Erst Inhalte runterschreiben, dann kreativen Einstieg finden und nutzerorientiert sortieren.

 

Autorin: Denise Sacht

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Ein Beitrag von Aufgesang-Team



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