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Rezension: Die Kunst der Recherche

27.April 2016 - Rezensionen -

Wer im Internet nach Informationen sucht, der kennt die ungeordnete Flut, die über ihn hereinbricht. Aufgrund der Digitalisierung und des Web 2.0 haben sich innerhalb kürzester Zeit diverse Informationen zu unterschiedlichen Suchbegriffen angehäuft. Diese lassen es kaum noch zu, in kurzer Zeit alle wichtigen Inhalte zu einem Thema zu erfassen. Somit stehen Recherchierende vor neuen Herausforderungen. Genau diese Thematik greift Hektor Haarkötter in seinem neuen Buch „Die Kunst der Recherche“ auf und gibt praktische Tipps, um die neuen Herausforderungen zu bewältigen.

„Die Kunst der Recherche“ ist der 98. Band der Ausgabe „Praktischer Journalismus“ und umfasst zehn Kapitel. Auf insgesamt 275 Seiten gibt Haarkötter einen kompakten Einblick in das Thema Recherche und baut neben theoretischen Darstellungen einige Praxisbeispiele ein. Um dem Leser die Thematik verständlich zu übermitteln, bindet Haarkötter unter den Texten Tipps, weiterführende Quellen und Erklärungen ein. Der Autor selbst empfiehlt sein Werk nicht nur Journalisten, sondern allen, die sich über neue Formen der Recherche informieren wollen oder in irgendeiner Weise mit dem Recherchieren zu tun haben.

Die zehn Kapitel befassen sich mit folgenden Themen:

  • Im ersten Kapitel wendet sich Haarkötter direkt an den Leser und gibt eine persönliche Einführung in das Thema. Der Leser erfährt, wie sich die journalistische Recherche im Informationszeitalter und in den letzten Jahren verändert hat.
  • Nachfolgend thematisiert der Autor die Schwierigkeiten, die sich bei dem Versuch einer einheitlichen Definition der Recherche ergeben. Zudem werden verschiedene Rechercheberufe vorgestellt, die über die journalistische Arbeit hinausgehen, und die Merkmale der journalistischen Recherche erläutert.
  • Im dritten Kapitel erhält der Leser einen umfassenden Einblick in die Recherchegeschichte. Es wird erläutert, wie sich die Darstellungsform eines Textes bereits aus dem Ermitteln von Informationen ableitet und welche neuen Methoden sich aus der Digitalisierung ergeben.
  • Die folgenden 42 Seiten schildern die „Kunst der Recherche“ auf einer formalen Ebene. Der Leser lernt, wie der Einsatz von Geschichten einen erfolgreichen Suchprozess unterstützt. Zudem gibt Haarkötter konkrete Hilfestellungen zur Themenfindung und zum Überprüfen von Fakten.
  • Das nächste Kapitel rückt den Inhalt der Recherche in den Fokus und befasst sich mit dem richtigen Umgang mit Quellen. Der Autor erklärt den Unterschied zwischen primären und sekundären Quellen und zeigt anschaulich, wie man Rechercheprotokolle, Datenbanken und einen Masterplan anlegt.
  • Welche Suchmaschinen dabei helfen, Information aufzuspüren, wie man systematisch recherchiert und warum auch klassische Recherchemethoden weiterhin wichtig sind, wird in Kapitel sieben erläutert. Auch wird deutlich, wie der Recherchierende seine Suche sinnvoll einschränkt.
  • Im nachfolgenden Kapitel stellt Haarkötter seinem Leser Suchmaschinen vor, die eine Alternative zu Google darstellen, und zeigt, warum es wichtig ist, auch weitere Suchmaschinen zu Rate zu ziehen. Außerdem lernt der Leser, Facebook, Twitter und die Blogosphäre sinnvoll zu durchsuchen.
  • Kapitel acht beinhaltet alle Informationen rund um das Thema Datenjournalismus. Neben hilfreichen Datenbanken erfährt der Leser, welche Gefahren Daten mit sich bringen. Der Autor stellt dem Leser Datenbanken vor, die er für die Recherche von Datenquellen nutzen kann.
  • Die juristischen Möglichkeiten, die Grenzen des Recherchejournalismus und die ethischen Ausblicke sind in den Kapiteln neun und zehn aufgeführt. Haarkötter veranschaulicht, wie weit der Leser bei der Recherche gehen darf, was das Informationsfreiheitsgesetz ist und was das Rollenverständnis recherchierender Journalisten beinhaltet.

Fazit:

Insgesamt bietet das Buch einen detaillierten und umfassenden Einblick in die Recherche und befasst sich neben der Vorgehensweise auch mit den geeigneten Ressourcen. Das Buch vereint die theoretischen Darstellungen mit Praxisbeispielen und kann daher problemlos als Nachschlagewerk dienen. Die kurzen Zusammenfassungen und Tipps sowie die in sich abgeschlossenen Kapitel helfen, Fragen, Komplikationen und Probleme innerhalb kurzer Zeit zu klären. Auch für die PR-Arbeit ergeben sich neue Impulse, die den alltäglichen Rechercheprozess erleichtern.

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Ein Beitrag von Judith Veith

Judith Veith ist seit Mitte 2019 Teil des Aufgesang-Teams, absolvierte zunächst ein Traineeship und arbeitet mittlerweile als Junior PR- und Content-Marketing-Managerin bei uns. Spezialisiert hat sie sich in unserer Agentur vor allem auf die Marketing-Automation, genauer gesagt auf das E-Mail-Marketing und das interne Projektmanagement. Judith entschied sich nach ihrem Bachelor-Abschluss 2017 im Studienfach Public Relations, in ihrer Wahl-Heimat Hannover zu bleiben und auch ihr Master-Studium im Kommunikationsmanagement hier abzuschließen. Während des Studiums interessierte sich Judith besonders für die PR- und Online-Konzeption und beschäftigte sich in Forschungsarbeiten intensiv mit Influencer Relations und Employer Branding. Außerdem verbrachte Judith bereits vor ein paar Jahren ihr Praxissemester bei Aufgesang und fand nach Abschluss des Studiums wieder zu uns zurück. Um ihren Kopf freizubekommen, dreht Judith gerne die ein oder andere Pirouette auf dem Eis, erweitert ihre Backkünste mit neuen Rezepten oder träumt davon, alle griechischen Inseln zu bereisen.



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