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Recap Native Ads Camp 2018

26.April 2018 - Aufgesang unterwegs -

Am 19. April 2018 fand das dritte Native Ads Camp statt. Dieses Mal durften es sich die Besucher in den Sesseln des Cinenovas in Köln gemütlich machen und den spannenden Vorträgen der insgesamt 31 Speaker lauschen – keine schlechte Ausbeute für nur einen Tag Konferenz! Leider konnte ich mich nicht zerteilen, um alle Themen zu hören, aber dennoch möchte ich euch nicht vorenthalten, was ich von den großartigen Vorträgen mitgenommen habe. Los geht’s!

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STRATEGISCHES UND BEST PRACTICE: WIE NATIVE ADVERTISING OPTIMAL MIT CONTENT-MARKETING ZU KOMBINIEREN IST

Native Advertising im Sales Funnel

Native Ads Camp 2018 – Andre Alpar – @andrealpar

Den großartigen und vor allem mitreißenden Startschuss – der Gestik und melodischen Stimme sei Dank – machte Andre Alpar (Alpar Beteiligungs GmbH). Er fasste zu Beginn zusammen, in welcher Phase der Customer Journey – bzw. in dem von ihm bevorzugten AIDA-Modell – das Native Advertising (NA) und das Content-Marketing seiner Meinung nach aufgehängt sind. Er sieht das NA vorrangig in der Attention- sowie in der Interest-Phase, während Content-Marketing auch in der Desire-Phase stattfinden kann. Als Best Practice für das NA empfiehlt Andre von einem Artikel zu einem anderen Artikel zu verlinken sowie Pull und Push zu kombinieren. Danke Andre!

CREATIVE CONTENT SOURCING: AM PULS DER REZIPIENTEN.

Es folgte ein Vortrag von Daniel Pannrucker (Dentsu Aegis) zu kreativen Ideen des Content-Sourcings. Hier die 5 wichtigsten Appelle von Daniel:

  1. Qualitativer Impact ist das Wichtigste.
  2. Investiert in Textarbeit.
  3. Google Trends hilft dabei, zu identifizieren, was Nutzer interessiert.
  4. Nutzt Gamification.
  5. Content always first!

Danke für deinen Input, Daniel! #contentalwaysfirst #pannrucker

NATIVE GOES PROGRAMMATIC

Den programmatischen Auftakt machte Abdelkader Barjiji (Ströer). Seiner Meinung nach revolutioniert das Programmatic NA das Online Marketing – ähnlich wie einst die Dampflock die Industrie. Daher empfiehlt er allen Marken, auf diesen Zug aufzuspringen. Durch die nativen Ad-Ins, die Ströer in hochwertigen redaktionellen Umfeldern anbietet, hat der Nutzer den Eindruck, er würde einen redaktionellen Beitrag lesen und nicht einen gesponserten, redaktionellen Beitrag – das Vertrauen steigt. Dabei sind die Werbemittel, die Teaser sowie der Native Content selbst immer programmatisch. Durch ein Kontrollsystem vermeidet Ströer das Verbreiten von Fake News. Danke für den Einblick in eure Möglichkeiten!

PODIUMSDISKUSSION: VERLAGE ODER AGENTUREN – WER MACHT DIE BESTEN INHALTE FÜR NATIVE ADVERTISING?

Kurz vor der Mittagspause diskutierten Matthias Wesselmann, Peter Bilz-Wohlgemuth, Lukas Leister, Arne Henkes und Tim Rottländer über die besten Inhalte für NA. In einem Punkt waren sich alle Parteien einig: Jeder unter ihnen, der Inhalte für NA schafft, tut dies professionell mit bestem Gewissen. Während auf den Seiten der Publisher das Argument lauter wurde, die Fachjournalisten kennen die eigene Zielgruppe besser als Agenturen, wurde auf Agenturseite entgegnet, dass sich letztendlich alle aus dem gleichen Pool an kompetenten Journalisten bedienen. Alle, die versuchen, günstig Texte erstellen zu lassen, haben nicht verstanden, worum es beim NA geht. Natürlich gibt es in der Branche auch schwarze Schafe. Die Publisher sensibilisierten dafür, dass sie gegenüber ihren Lesern eine große Verantwortung haben, da diese sonst das Vertrauen in sie verlieren. Letztendlich entscheidet aber der Kunde, welche die besten Inhalte sind…

HOW NATIVE VIDEO WILL BE A GAME CHANGER.

Nach leckerem Essen bei strahlendem Sonnenschein und 28 Grad, hatten es die Referenten nicht leicht, alle Besucher wieder in ihre Säle zu locken – Alexander Franke (ADYOULIKE) gelang dies grandios. In einem vollen Kinosaal gab er seine Erfahrungen mit Native Video Ads zum Besten. Hier die wichtigsten Learnings:

  • Our world becomes video first.
  • Wenn die User Experience stimmt, lehnen User Ads nicht ab.
  • Videowerbung mit Autostart kommt gut an.
  • 70 Prozent der Videos werden komplett gespielt.
  • NA wird Pre-Roll-Anteile abnehmen.

Danke für deine Eindrücke, Alexander!

NO CLICK TO SCHWEINEBAUCH – ACHT REGELN FÜR ERFOLGREICHES NATIVE ADVERTISING

Auch wenn die Headline erahnen lässt, dass es sich bei diesem Vortrag um Clickbait handelt, überzeugte mich Ingo Kahnt (Newcast) vom Gegenteil. Er stellte acht Vorurteile über NA auf den Prüfstand und belegte an Beispielen, warum sie längst überholt sind. Außerdem berichtete er über ein geplantes Zertifikat vom BVDW, welches Qualitätsmaßstäbe für das NA festlegen wird. Hier die Klischees:

  1. „NA kann nicht verkaufen.“

-> Wer in Themenfindung investiert, kann auch verkaufen.

  1. „Leser wollen immer neue Inhalte.“

-> Guter Content findet seine Leser – auch über Jahre hinweg.

  1. „Es gibt Themen, die niemand lesen will.“

-> Irgendjemand interessiert sich immer dafür, wie er seine Warzen behandeln kann.

  1. „Nischen-Zielgruppen werden nicht erreicht.“

-> Auch Nischen-Zielgruppen können mit gutem Content erreicht werden.

  1. „Bei langen Texten springen die Leser schnell ab.“

-> Eine übersichtliche Struktur hilft dem Leser bei der Orientierung.

  1. „Unser Produkt ist langweilig.“

-> Mit der richtigen kreativen Idee findet man zu jedem Produkt ein spannendes Thema.

  1. „Themen müssen für die breite Masse sein.“

-> Es kommt auf das passende redaktionelle Umfeld an.

  1. „NA funktioniert nur bei erklärungsbedürftigen Produkten.“

-> Jedes Produkt hat verwandte Themenwelten, an die angeknüpft werden kann.

Am Ende seines Vortrags fasste Ingo Folgendes zusammen: „Die Themenfindung ist das Wichtigste im NA und meine persönliche Antwort auf sinkende CTRs.“ Auf die Frage aus dem Publikum, ob Ad-Ins oder Ad-Outs besser performen, antwortete er, dass seine Erfahrung zeigt, dass der Publisher-Trust und die Verweildauer bei Ad-Ins steigen. Ingos Versprechen: „Nächstes Jahr gibt es einen Vortrag zum Thema `Ad-In oder Ad-Out?`.“ Ich freue mich drauf, Ingo!

BRANDED ADVERTISING FOR THE WORLDS LEADING YOUTH MEDIA BRAND: HOW VICE CREATES BRANDED CONTENT FOR MILLENNIALS

Nach dem großartigen Vortrag von Ingo hatte es Nina Kennedy (Vice) nicht einfach, mitzuhalten. Doch schon nach wenigen Minuten und emotionsgeladenen Videos von der japanischen Präfektur Okinawa zeigte sich, dass auch Vice in der Oberliga für NA mitspielt. Um im Bereich des NA erfolgreich zu sein, sensibilisierte Nina Publisher dahingehend, dass sie sich darüber klar werden, welche Interessen die Zielgruppen haben. Vice entschied sich dazu, die Passion Points ihrer User zu analysieren. Die Umfrageergebnisse der einzelnen Länder helfen langfristig zu segmentieren, welcher Content relevant für ihre Seite ist. Um Daten für die Okinawa-Kampagne zu sammeln, führte Vice eine Pre-Case-Study durch. Mein Learning aus dem Vortrag: Bei Branding-Kampagnen sollte zu Beginn stets eine Datenanalyse erfolgen.

Mich habt ihr auf jeden Fall für Okinawa begeistert. Danke Nina!

 „NEUE KPIS IN ALTEN SCHLÄUCHEN?“ – ERFOLGSMESSUNG VON CONTENT-MARKETING UND NATIVE ADVERTISING

Nach einer wohlverdienten Kaffeepause wurde es wissenschaftlicher – doch keinesfalls trocken! Dr. Sandra Gärtner (mediaresearch42) sensibilisierte in ihrem Vortrag Content- und NA-Marketer für die Erfolgsmessung ihrer Kampagnen. Die Ergebnisse ihrer neuen Studie zeigen, dass diejenigen, die ihre Erfolge messen, erfolgreicher sind. Grundsätzlich empfiehlt sie, das Budget gemäß des 5-4-1-Prinzips aufzuteilen – 50 % Produktion, 40 % Distribution, 10 % Erfolgsmessung. Die wichtigsten KPIs sollten immer bereits zu Beginn festgelegt werden – auf eine Nachfrage aus dem Publikum entgegnete Sandra: „Es sollten lieber wenige, aber dafür die richtigen KPIs im Blick behalten werden. Wenn ich eine Zahl nennen müsste, würde ich fünf sagen.“

GreenAdz GmbH & Co. KG

COMA[E] 2017

Des Weiteren kritisierte Sandra Marketer, die zur Erfolgsmessung von Branding-Kampagnen die Klickrate hinzuziehen. Diese sagt ihrer Meinung nach nichts über den Erfolg aus. Das ist ein Thema, welches nächstes Jahr sicherlich Platz in der Podiumsdiskussion haben kann. Danke für deinen lehrreichen Input und die Kritik am Mangel der Erfolgsmessung, Sandra!

FAZIT

Vom Native Ads Camp 2018 nehme ich vor allem einen Appell an die Branche mit und möchte ihn an dieser Stelle an euch weitergeben: „Lasst uns das Native Advertising durch Clickbait und versteckte Werbung nicht kaputtmachen. Haltet Flagge für ehrliches NA und relevanten Content!“ Im Großen und Ganzen war das Native Ads Camp eine mehr als gelungene Veranstaltung: Interessante Themen, großartige Speaker und eine stimmungsvolle Atmosphäre. Für nächstes Jahr wünsche ich mir noch mehr B2B-Themen sowie Cases mit kleineren Budgets.

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Ein Beitrag von Jessica Guntermann

Jessica Guntermann ist Junior Digital Communications Managerin bei Aufgesang und in den Bereichen PR und Social-Media-Advertising tätig. Jessica ist bereits seit 2015 bei Aufgesang. Sie hat zunächst ein drei-monatiges Praktikum im PR-Bereich absolviert, anschließend war sie weitere drei Monate als Aushilfe für den SEO-Bereich tätig. Im Februar 2016 begann sie ihr einjähriges Traineeship. Ihre Schwerpunkte liegen in der Online-PR sowie im Social-Media-Marketing. Zudem engagiert sie sich für den Marketing-Club-Hannover und erhält bei regelmäßigen Besuchen der Veranstaltungen neuen Input. In ihrer Freizeit betätigt Jessica sich gerne sportlich.



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