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PR-Trends 2017: An Content-Marketing kommt ihr nicht vorbei

30.März 2017 - Public Relations -

Laut der Online-Umfrage „Die PR-Megatrends 2017“ von PR-Gateway ist Content-Marketing der Top-PR-Trend 2017. Für 29,35 Prozent der befragten Marketing-, PR- und Kommunikations-Fachleute ist es das wichtigste PR-Thema im neuen Kommunikationsjahr. Mit auf dem Siegerpodest stehen auf Platz zwei „Visuelle PR“, gefolgt von „relevanten Veröffentlichungen“ auf Platz drei. Social Media und mobil-optimierten Inhalten sprechen die Befragten weniger Bedeutung als PR-Trendthemen 2017 zu.

Das Team von PR-Gateway ging in seiner Studie der Frage nach den PR-Megatrends 2017 nach. Einschätzungen verschiedener Experten aus der Kommunikationsbranche versehen die Trends mit einer persönlichen Deutung. Auffällig ist, dass die PR-Trends eine moderne Entwicklung widerspiegeln.

Quelle: PR-Gateway

Zentrale Ergebnisse der Studie:

  • 63 Prozent der Befragten sehen Content-Marketing als eines der drei wichtigsten Trendthemen der PR 2017.
  • 29,35 Prozent der Teilnehmer halten Content-Marketing sogar für den wichtigsten PR-Trend überhaupt. Für 19,97 Prozent ist „Visuelle PR“ der wichtigste Trend, dicht gefolgt von relevanteren Veröffentlichungen (19,35 Prozent), Social-Media-Nutzung (11,22 Prozent) und „PR Goes Mobile“ (8,99 Prozent).
  • Für 73 Prozent der Befragten spielt die Einbindung von Videos in die Online-PR eine größere Rolle als im Jahr 2016. Knapp 30 Prozent möchten den Einsatz steigern. Die Ergebnisse zeigen zudem, dass lediglich eine von zehn Pressemitteilungen mit einem Video versendet wird.
  • 66 Prozent der Umfrageteilnehmer steuern bei der Nutzung von Online-Presseverteilern gezielt Branchen- und Themenportale an.
  • Unternehmen nutzen für ihre Online-PR durchschnittlich 3,1 Social-Media-Accounts.
  • Facebook bleibt nach wie vor auf Platz eins bei der Nutzung von Social-Media-Plattformen. YouTube wird bisher erst von 8 Prozent der Teilnehmer als Kommunikationskanal verwendet.
  • Mittelständische Unternehmen stecken in puncto mobiler Optimierung noch in den Kinderschuhen.

Mit Content-Marketing Glaubwürdigkeit und Vertrauen ausbauen

Relevante Inhalte sind und bleiben ein zentraler Baustein der Öffentlichkeitsarbeit. Die Umfrageteilnehmer bestätigen den Wert von Content-Marketing durch ihre Bewertung des Themas als Top-PR-Trend 2017. Strategisches Content-Marketing soll jedoch nicht nur kurzfristig Besucherzahlen steigern, sondern langfristig Zielgruppen begeistern und ansprechen. Entscheidend für den Erfolg bei den Zielgruppen ist eine durchdachte Strategie. Ein Großteil sieht Content-Marketing lediglich als Content und übersieht die strategische Ausrichtung. Die Einschätzungen der Experten verdeutlichen, dass zielgruppengerechte Inhalte eine entscheidende Herausforderung für die PR bleiben. So ist Content-Marketing nicht viel mehr als plakative Werbung. Zielführend ist das nicht. Denn nur ein maßgeschneiderter Content mit Mehrwert für die Zielgruppe eröffnet die Chance, Glaubwürdigkeit und Vertrauen aufzubauen.

Visuelle PR – Aufmerksamkeitsgarant mit wenig Aufwand

Ein Garant für Aufmerksamkeit ist visuelle PR in Form von Videos und Bildern allemal. Neben dem Titelbild werden Videos häufig als erstes vom Rezipienten wahrgenommen. Umso weniger überrascht es, dass die Umfrageteilnehmer diesen PR-Trend 2017 auf Platz zwei wählten. Für 49,46 Prozent der Befragten ist das Integrieren von Videos sogar einer der drei Top-PR-Trends 2017. Unternehmen produzieren Videos und Bilder mit einfachen technischen Hilfsmitteln. Social-Media-Kanäle wie YouTube bieten die ideale Plattform, um die Inhalte mit einem Millionenpublikum zu teilen. Dabei müssen Videos nicht zwangsläufig aufwändig sein. Spannende und authentische Tutorials, Ratgeber und How-to-Videos weisen einen hohen Mehrwert auf und sind einfach zu produzieren. Visuelle PR ist nicht nur ein starkes PR-Thema 2017, sondern ein entscheidendes Argument für Online-PR. Auch hier ist der Content wichtig. Der richtige Video-Content stellt die Weichen zur erfolgreichen Ansprache der Zielgruppen.

Die richtigen Touchpoints sind entscheidend

Die direkte Kommunikation zwischen Journalisten und PR-Verantwortlichen bleibt auch künftig ein zentrales PR-Instrument. Wichtige Gatekeeper und Meinungsführer in den sozialen Medien sind jedoch Influencer. Während Blogger immer mehr Follower um sich sammeln und zu vertrauensvollen Informationsquellen werden, kämpfen klassische Medien um Auflagenzahlen. Daher bieten sowohl traditionelle Medien als auch neue Influencer die Möglichkeit, Zielgruppen auf unterschiedliche Art anzusprechen und eröffnen zugleich neue „Point of Contacts“. Die Algorithmen von beispielsweise Google oder Facebook sind Relevanzfilter, die bestimmen, was wir in unseren Suchergebnissen oder der Timeline sehen. Um für Influencer und Journalisten auffindbar zu sein, müssen Unternehmen breit gestreut und über unterschiedliche Kanäle agieren. Inbegriffen sind Fachportale, Unternehmenswebsites, Suchmaschinen, Social Media und Presseportale. Für 54,55 Prozent der Befragten zählt daher eine relevante und zielgruppenspezifische Veröffentlichungsstrategie zu den drei zentralen PR-Trends 2017.

PR und Social Media – als Zweigespann erfolgreich

Das enge Zusammenspiel aus Social Media und PR ist nicht nur wichtig, sondern wird von Followern und Lesern erwartet. Der PR-Trend 2017 besteht folglich in der Umsetzung dieser Zielgruppenerwartung. Deutlich wird, dass die Mehrzahl der Befragten soziale Netzwerke nutzen. 24,24 Prozent agieren über fünf und mehr Kanäle, 42,42 Prozent über drei bis vier, 27,27 Prozent über ein bis zwei und lediglich 6,06 Prozent nutzen keine sozialen Medien. Unangefochten auf Platz eins steht Facebook, gefolgt von Twitter und den Netzwerken XING und LinkedIn. Obwohl visuelle PR als wichtiger Trend gilt, verwenden nur acht Prozent der Umfrageteilnehmer YouTube als Kommunikationskanal.

Mobil-optimierte Inhalte sind noch nicht selbstverständlich

Mobil-Optimierung ist für viele Rezipienten selbstverständlich geworden. Verwundern tut dies nicht, da die mobile Suche bei der digitalen Informationsbeschaffung weit vorne liegt. Dem mobilen Suchalgorithmus von Google soll bereits Anfang dieses Jahres eine höhere Priorität zukommen als dessen Desktop-Pendant. Eine bessere mobile Lesbarkeit kann durch klare Botschaften, starke Keywords, kürzere Texte und Zwischenüberschriften erzielt werden. Dennoch zeigt die Studie, dass lediglich für 8,99 Prozent mobil-optimierte Inhalte der wichtigste PR-Trend 2017 sind. Insbesondere mittelständische Unternehmen haben einen Nachholbedarf und steckten in puncto Mobile-Optimierung noch in den Kinderschuhen.

Fazit

Nicht nur wichtiger PR-Trend, sondern auch zentrales Resultat guter PR: Content-Marketing. Relevanter Inhalt muss gut vorbereitet werden, damit er von Influencern, Journalisten und den Zielgruppen wahrgenommen wird. Eine breite Streuung über verschiedene Kanäle ist daher unerlässlich, zumal traditionelle Medien längst nicht mehr als Gatekeeper fungieren. Setzen Unternehmen vermehrt auf gut aufbereitete Videos, können diese helfen, die Öffnungsrate von Pressemitteilungen zu erhöhen. Das Einbinden sozialer Medien und die Nutzung mobil-optimierter Inhalte spiegeln bisher lediglich eine Trendwende wider und nicht den Status Quo.

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Ein Beitrag von Marie Daubner

Marie-Luise Daubner war bis zum 30. September 2019 als SEM Managerin bei Aufgesang. Sie hat einen Zwei-Fach-Bachelor in Kommunikationswissenschaften und Psychologie. Im Anschluss daran absolvierte sie ein Masterstudium im Fachgebiet Organisationskommunikation. Sie arbeitete bereits ein Jahr bei Rossmann in der Pressestelle. Maries fachliche Schwerpunkte bei Aufgesang lagen im Social-Media-Marketing, SEO und Content-Marketing. In ihrer Freizeit betätigt sie sich gerne sportlich, sei es im Sommer beim Laufen und Kayaking oder im Winter beim Snowboarden.



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