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PR in Wikipedia: Kostenloser Leitfaden von Aufgesang und Sucomo erklärt, wie es geht

28.Oktober 2013 - Public Relations -

Seit Ende Oktober steht fest: Unternehmen dürfen in der deutschen Wikipedia mitarbeiten – solange sie gewisse Regeln einhalten. Genau hier liegt der Knackpunkt: Die bekannte Online-Enzyklopädie hat ihr ganz eigenes Regelwerk – offizielle Bestimmungen, aber auch viele ungeschriebene Gesetze. Um Licht ins Dunkel zu bringen, haben wir mit Markus Franz von Sucomo jetzt einen Guide veröffentlicht. Auf 22 Seiten erklären Spezialisten für Online-Relations Schritt für Schritt, wie Öffentlichkeitsarbeiter in Wikipedia agieren können. Wir stellen Ihnen den Leitfaden hier kostenlos zum Download zur Verfügung.

Deutsche Wikepedianer einig: bezahltes Schreiben ist okay

Wegen werblicher Artikel wurden erst kürzlich 250 Benutzerkonten in der englischsprachigen Wikipedia gesperrt. „Bezahlte Manipulation“ lautet der Vorwurf, Autoren seien unter falscher Flagge unterwegs gewesen, so tagesschau.de. Werbung widerspricht dem Codex der Community. Für den Umgang mit bezahlten Autoren gab es bislang auch in Deutschland keine konkrete Regelung. Das sollte sich ändern, der Versuch restriktive Regeln einzuführen ist jedoch gescheitert – die deutschen Wikipedianer haben in einem Stimmungsbild am 21. Oktober eindeutig entschieden: 82 Prozent stimmten gegen ein Verschärfen der Regeln, die seit Jahren gängige Praxis ist damit offiziell bestätigt. Unternehmen und andere bezahlte Benutzer dürfen in der deutschen Wikipedia mitarbeiten. Schließlich steht Wikipedia dafür, dass jeder einen Artikel verfassen, ergänzen oder korrigieren darf, wenn ihm ein Fehler oder eine Lücke auffällt. Voraussetzung: Autoren müssen sich an die Regeln der Wikipedia halten. Oberstes Gebot sind Neutralität und Transparenz.

Ungenutzte Chancen

Fast 2.000 Unternehmen und promintente Personen sind in der Wikipedia derzeit mit einem verifizierten Benutzerkonto registriert. Aufgrund bislang fehlender offizieller Regelungen hat kaum jemand die umfassenden Möglichkeiten ausgeschöpft, die das Mitmach-Lexikon für die Kommunikation bietet. Wikipedia ist so ganz anders als Facebook, Twitter und Co. Vielen Kommunikationsfachleuten fällt der Umgang schwer – das ändert auch das jüngste Votum der Wikipedianer nicht. Statt Tatendrang herrscht Ratlosigkeit, die Hemmschwelle ist hoch.

Wir sind der Meinung, dass sich das Mitarbeiten an Beiträgen in Wikipedia lohnt. Die bekannte Online-Enzyklopädie gehört zu den zehn am häufigsten besuchten Websites der Welt, Google bewertet Artikel dieser Quelle sehr positiv. Damit hat das Mitmach-Lexikon eine Reichweite, die weit höher liegt als bei vielen klassischen Medien. Und: Die Quelle Wikipedia ist nicht nur bei Journalisten erster Recherchepunkt.

Was der Wikipedia-Leitfaden leistet

„Public Relations in Wikipedia: Leitfaden für erfolgreiche Öffentlichkeitsarbeit“ erleichtert Ihnen den Einstieg in die deutsche Wikipedia. Der Guide zeigt, wie eine ethisch korrekte Beteiligung in der Praxis abläuft – und was man besser vermeiden sollte, um keinen Skandal zu provozieren. Dabei gehen wir mit dem Leitfaden weit über die offiziellen Regeln der deutschen Wikipedia hinaus. Wir wollen Licht ins Dunkel bringen und das Unbehagen zwischen Unternehmen und Wikipedia-Community auflösen.

Wussten Sie zum Beispiel, dass Sie als Unternehmen lieber auf die Stimmabgabe bei Wahlen verzichten sollten? Die Community fasst ein solches Verhalten als unangenehme Einflussnahme auf – obwohl Sie streng genommen dieselben Rechte haben wie freiwillige Autoren. Kapitel zu Relevanzkriterien, verifizierten Benutzerkonten, Bildern und Lizenzauswahl geben handfeste Tipps. Man liest zudem ganz praxisnah, wann PRler das Support- und das Mentorenteam ansprechen können und sollen, welche Hilfe Unternehmen auf Diskussionsseiten erhalten und wie sich knifflige Situationen von vornherein vermeiden lassen.

Guide downloaden!

Gegen Tweet oder Facebook-Share steht Ihnen der 22 Seiten umfassende Wikipedia-Ratgeber kostenlos zum Download zur Verfügung. Sie sind Blogger oder Journalist? Gern senden wir Ihnen den Leitfaden auf direktem Weg. Schreiben Sie eine formlose E-Mail an Anja Floetenmeyer, floetenmeyer@aufgesang.de.

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