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Wahlwerbung auf Facebook: Was sollten Parteien bei politischer Werbung beachten?

27.Mai 2019 - Featured, Social Media Marketing -

Adieu Wahlwerbung? Spätestens seit Donald Trumps Präsidentschaftswahlkampf 2015/2016 haben die Sozialen Medien einen schlechten Ruf hinsichtlich politischer Werbung. Insbesondere Facebook sorgt durch die Vorgeschichte der russischen Propaganda vor der US-Wahl immer wieder für Negativschlagzeilen. Um die ausländische Einflussnahme vor Wahlen zukünftig zu verhindern, arbeitet Facebook konstant an Lösungen, die die Transparenz politischer Werbung erhöhen sollen. Als Werbetreibender ist es gar nicht so einfach, da den Überblick zu behalten. Ein falscher Klick und das Facebook-Werbekonto ist gesperrt. Damit euch das nicht passiert, haben wir hier die wichtigsten Hinweise zusammengefasst.

Politische Werbung auf Facebook

Zweistufige Authentifizierung für das Schalten von politischer Werbung notwendig

Eigentlich eine Selbstverständlichkeit, aber von vielen Facebook-Werbetreibenden dennoch nicht eingerichtet: die zweistufige Authentifizierung. Diese ist für die eigene Datensicherheit bei Facebook extrem wichtig. Immer, wenn ihr euch an einem neuen Gerät in euer Facebook-Konto einloggt, bekommt ihr eine Push-Benachrichtigung über eure Facebook-App oder einen Code an eure Handynummer gesendet. Erst nach erfolgreicher Bestätigung habt ihr Zugriff auf euer Facebook-Konto an einem neuen Gerät. Die zweistufige Authentifizierung richtet ihr über den Tab Sicherheit und Login in euren Einstellungen ein.

Zweistufige Authentifizierung auf Facebook einrichten

Facebook Wahlwerbung nur mit Identitätsprüfung möglich

Wenn ihr Wahlwerbung schalten möchtet, müsst ihr zudem eure Identität durch Facebook überprüfen lassen. Dazu loggt ihr euch in euer privates Facebook-Konto ein und wählt unter Einstellungen in dem Reiter Allgemein den Punkt Identität verifizieren.

Es öffnet sich nun folgendes Fenster.

Hier wählt ihr im Drop-Down-Menü den Punkt Politische Werbeanzeigen.

Nach der Angabe des Landes, in dem ihr politische Facebook-Werbung schalten möchtet, könnt ihr mit der Verifizierung eurer Identität starten. Dafür habt ihr verschiedene Möglichkeiten:

  1. Ihr ladet eine Kopie eures Ausweises oder Reisepasses bei Facebook im .jpeg- oder .png-Format hoch.
  2. Ihr ladet ein notariell beglaubigtes Dokument bei Facebook hoch.

Ich habe mich dazu entschlossen, eine Ausweiskopie hochzuladen. Die Verifizierung durch Facebook hat bei mir nicht einmal 24 Stunden in Anspruch genommen.

Hindernisse, die bei der Identitätsprüfung bei Facebook auftreten können

Es kann passieren, dass Facebook eure Identität nicht bestätigt oder Komplikationen beim Hochladen eurer Dokumente auftreten. Deshalb beachtet bei der Identitätsprüfung folgende Hinweise:

  1. Die Identitätsprüfung ist nur erfolgreich, wenn ihr auf Facebook den exakten Namen eures Ausweisdokuments verwendet. Facebook möchte so vermeiden, dass „Fake“-Profile politische Werbung schalten.

 

  1. Facebook „meckert“ manchmal, dass euer hochgeladenes Dokument zu viel Weißfläche aufweist. In diesem Fall schneidet ihr euer Ausweisdokument so zu, dass diese möglichst ganz verschwindet.

Disclaimer für eure Facebook-Wahlwerbung erstellen

Um erfolgreich politische Werbeanzeigen auf Facebook zu schalten, müsst ihr einen Disclaimer erstellen. Dieser gibt in euren Werbeanzeigen an, wer die Wahlwerbung finanziert. Er befindet sich direkt neben dem Hinweis Gesponsert.

So geht ihr beim Erstellen des Disclaimers vor

Für das Erstellen des Disclaimers benötigt ihr maximal 15 Minuten:

  1. Klickt auf der Facebook-Seite, für die ihr politische Werbung schalten möchtet, unter Einstellungen im Tab Autorisierungen2. Unter Schritt 1 seht ihr alle privaten Profile, die ihre Identität zum Schalten von Wahlwerbung verifiziert haben.Übersicht der verifizierten Personen für die Facebook Wahlwerbung3. Unter Schritt 2: verknüpfe deine Werbekonten könnt ihr jetzt euren Disclaimer erstellen, indem ihr auf Starten klickt.4. Anschließend akzeptiert ihr die Nutzungsbedingungen, wählt euer Werbekonto aus und gebt einen Namen für euren Disclaimer ein.5. Wenn ihr einen Namen eingegeben habt, müsst ihr lediglich noch eure Telefonnummer und E-Mail-Adresse verifizieren und zur Überprüfung senden.

Hindernisse, die bei der Erstellung des Disclaimers bei Facebook auftreten können

Als ich den Disclaimer erstellt habe, gab es einige Hindernisse, die den Vorgang verzögerten. Damit euch das nicht passiert, habe ich einige Tipps:

  1. Um die Telefonnummer zu verifizieren, erhaltet ihr einen Anruf von Facebook bei dem ihr einen Code mitgeteilt bekommt. Ich hatte 10 Mal hintereinander keinen Ton beim Anruf, sprich: Facebook hat mir keinen Verifizierungs-Code gesendet. Daher empfehle ich euch, erst die E-Mail-Adresse zu verifizieren, dann sollte es klappen.
  2. Bei der E-Mail-Adresse ist es wichtig, dass diese identisch zu eurem Domain-Namen ist. Ich kann beispielsweise nicht mit meiner E-Mail Adresse guntermann[at]aufgesang.de einen Disclaimer für die Domain presseverteiler.de erstellen – für die Domain aufgesang.de hingegen schon. Der E-Mail-Code war in meinem Test übrigens vier Stunden gültig.

Politische Werbeanzeigen auf Facebook aktivieren

Nach erfolgreicher Identitätsprüfung und Disclaimer-Erstellung könnt ihr in euren Werbeanzeigen nun „Facebook-konform“ Werbeanzeigen schalten. Setzt dazu auf Werbeanzeigen-Ebene einen Haken und aktiviert eure Werbemittel.

Was tun, wenn das Werbekonto oder der Business Manager gesperrt wurde?

Es kann passieren, dass Facebook euer Werbekonto oder euren Business Manager sperrt, wenn ihr die oben genannten Schritte nicht eingehalten habt. Das ist jedoch kein Grund, in Panik zu verfallen. Holt die Identitätsprüfung und Disclaimer-Erstellung nach, füllt einen Antrag auf Überprüfung aus und wartet ab. Die Prüfung erfolgt meistens innerhalb von 24 Stunden.

Checkliste für das Schalten von politischer Werbung auf Facebook

  • Alle Personen, die Zugriff auf die Facebook-Seite und das Facebook-Werbekonto haben, haben die zweistufige Authentifizierung durchgeführt.
  • Alle Personen, die Zugriff auf die Facebook-Seite und das Facebook-Werbekonto haben, haben die Identitätsprüfung durchgeführt.
  • Die Facebook-Seite verfügt über einen Disclaimer.
  • Bei allen Werbeanzeigen ist der Haken gesetzt, dass es sich um politische Werbung handelt.

Weitere Informationen zum Thema politische Wahlwerbung auf Facebook findet ihr im Hilfebereich von Facebook.

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Ein Beitrag von Jessica Guntermann

Jessica Guntermann ist Digital Communications Managerin bei Aufgesang. Im Jahr 2015 startete sie nach ihrem Studium „Internationale Kommunikation und Übersetzen“ ein PR-Praktikum bei Aufgesang, um praktische Erfahrungen zu sammeln. Im Anschluss daran begann sie ihr PR-Traineeship. Mittlerweile hat sie ihre fachlichen Schwerpunkte ausgebaut und sie betreut neben PR-Projekten auch Kunden im Bereich Facebook-Marketing. Zudem engagiert sie sich für das Agenturmarketing und textet gerne. In ihrer Freizeit betätigt Jessica sich gerne sportlich.



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