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Networking und Nordderby – Aufgesang war als Mitorganisator wieder bei den NWJ impulsen dabei

21.Januar 2015 - Aufgesang unterwegs -

Nicht nur die Stimmung bei den Fans der Recken war ausgelassen. Auch die rund 80 geladenen Gäste aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik freuten sich am 20. Dezember auf einen Abend mit interessanten Kurzvorträgen und auf ein mitreißendes Nordderby. Gemeinsam mit dem TSV Hannover-Burgdorf und der Sparkasse Hannover lud das Niedersächsische Wirtschaftsjournal zu den NWJ impulsen „Business meets sports“ in das Recken-Café ein. Wir von Aufgesang waren als Mitorganisator natürlich auch wieder mit dabei.

Dort, wo wirtschaftlicher Erfolg und sportlicher Ehrgeiz aufeinander treffen, entstehen spannende Impulse: Wie könnte sich der Zahlungsverkehr in Zukunft gestalten? Welchen Herausforderungen müssen sich Unternehmer im Personalmarketing stellen? Welche Vorteile bietet Sportsponsoring und wie verhält es sich mit dem Steuerrecht im Sport? In vier interessanten Vorträgen boten die Referenten zentrale Einblicke in diese Themen.

Das Runde muss in das Eckige

Wie sich der Zahlungsverkehr in Zukunft gestalten könnte, darüber berichtete Peter Skulski, Vertriebsdirektor bei der Sparkasse Hannover, in dem ersten Impuls des Abends. Seinen Vortrag „Touch & Pay: Zahlungsverkehr in der ersten Liga“ begann er mit einem bildlichen Vergleich: „Wir sind hier, weil wir viele Tore sehen wollen, aber ist dabei die Technik entscheidend? Nein. Es ist für die Zuschauer nur wichtig, dass der Ball im Tor landet.“

Dieses Bild ließe sich auf den Zahlungsverkehr übertragen. Für Kunden sei es nicht entscheidend zu wissen, wie genau der Zahlungsverkehr funktioniere, sondern, dass die Rechnung schnell und unkompliziert zu begleichen sei, erläuterte Skulski. Die Sparkasse habe neben der klassischen EC-Kartenzahlung nun eine Zahlungsmethode im Angebot, die genau dies leisten könne. Mit dem „girogo“ könnten Kunden Einkäufe bis zu einem Gesamtbetrag von 20 Euro kontaktlos per touch and pay bezahlen. Kontaktlos bedeute: Die Karte werde nur noch an das Händler-Terminal gehalten und der Betrag sei in Sekundenschnelle von der elektronischen Geldbörse der SparkassenCard abgebucht. Peter Skulski ist überzeugt: „Das kontaktlose Zahlungsverfahren ist die Zukunft. Langwierige Zahlprozesse mit Einstecken der EC-Karte in das Bezahlterminal und Eingabe der PIN beziehungsweise Unterschrift auf dem Zahlungsbeleg entfallen – das reduziert auch Warteschlangen an Kassen.“

Personalmarketing: Attraktiver Arbeitgeber durch „Partnering“

Bettina Dombrowski von Holtmann Messe + Event gab Anregungen zum Thema „Herausforderungen im Personalmarketing beim Aufstieg in die nächste Liga“. Wie können Mitarbeiter an ein Unternehmen gebunden werden? Was heißt es in der ersten Liga zu spielen? Diesen Fragen widmete sich Bettina Dombrowski in ihren sechs Minuten.

Zunächst brauche ein Unternehmen eine schlanke Organisation mit einer ausgeprägten Kommunikation durch alle Ebenen hinweg. Es müsse eine Unternehmenskultur nicht nur unter den Mitarbeitern selbst sondern auch zwischen der Führungsspitze und den Mitarbeitern aufgebaut werden. „Eine vertrauensvolle Partnerschaft aufzubauen, das ist das Ziel. Bei Holtmann heißt das ‚Partnering‘“, erklärte Dombrowski. Wichtig sei es mit den Mitarbeitern sowohl über Berufliches, als auch über Gesundheitliches und Familiäres zu sprechen. Eine gute Work-Life-Balance stehe im Fokus.

Ein weiterer Baustein für ein erfolgreiches Personalmarketing sei es Kooperationen zwischen Unternehmen zu schaffen. Mitarbeiter erhielten so Einblicke in die Arbeitsweisen verwandter Geschäftsbereiche, erlernten neues Wissen und schulten ihre interkulturellen Kompetenzen. Dies käme dem Arbeitgeber wiederum zu Gute, denn um auch in Zukunft als Unternehmen in der ersten Liga mitspielen zu können, sei es erforderlich kunden- und serviceorientiert weiterzuwachsen und sich ins Ausland zu begeben.

Daumen hoch für Sportsponsoring

Dritter Impulsgeber des Abends war Helmut Fleischer, Geschäftsführer des Bürofachhändlers Office 360. Er berichtete über Vorteile von Sportsponsoring und seine persönlichen Erfahrungen in diesem Bereich. „Office 360 ist schon vor zehn Jahren sportlich geworden“, sagte Fleischer. Man habe damals erkannt, dass ein Alleinstellungsmerkmal für die neu erscheinenden Produktkataloge fehle. Sportsponsoring sei für Office 360 der ideale Weg gewesen, um auf sich aufmerksam zu machen und sich von der Konkurrenz abzusetzen. Welcher Bürofachhändler könne schon mit einer Hockey-Mannschaft auf dem Cover aufwarten?

Seit 2011/12 unterstützt Office 360 auch offiziell die Recken. Das Konzept beschrieb Fleischer so: Im Unternehmen, wie auch im Sport gäbe es ein Ziel, das umgesetzt werden müsse. Das Team und der Zusammenhalt untereinander seien in beiden Fällen der Schlüssel zu Erfolg. „Der Handball hilft, diese Aspekte zu vermitteln“, erklärte Fleischer. Sportsponsoring böte die Möglichkeit für einen positiven Imagetransfer – der Erfolg des Handballteams werde auf das eigene Unternehmen übertragen. Sein Fazit: Daumen hoch für Sportsponsoring.

Steuerrecht im Sport

Was nach einem trockenen Thema klingt, verstand Gerd Kleveman, Wirtschaftsprüfer bei der CT-Lloyd, humorvoll in sechs Minuten an den Mann zu bringen. „Eigentlich wollte ich dieses Jahr ‚Uli Hoeneß – Teil 2‘ machen“, leitete Kleveman seinen Impuls-Vortrag ein. In den Augen vieler sei Hoeneß mit seiner Gefängnisstrafe milde davon gekommen. Wer würde nicht für 28 Millionen Euro nur dreieinhalb Jahre ins Gefängnis gehen? Dies sei aber ein Trugschluss, warnte Kleveman die Gäste. Hoeneß müsse nicht nur die hinterzogenen 28 Millionen Euro zurückzahlen, sondern auch die anfallenden Zinsen. Hinterziehung lohne sich de facto nicht.

Was den Bereich Sportsponsoring angehe, so könne man entspannt in das kommende Jahr blicken, verriet Kleveman im Anschluss. Trotz zahlreicher Änderungen im Steuerrecht hätten sich die Rahmenbedingungen für Sponsoring nicht geändert. Events in einer Vereins-VIP-Lounge seien über den steuerlichen VIP-Logen-Erlass gut absetzbar. Veranstalter könnten außerdem wie bisher die Steuer für ihre Gäste übernehmen. Es gelte also nach wie vor das Motto: „Gutes Image für gutes Geld.“

Anpfiff, Halbzeit, Meet and Greet

Nach den vier kurzweiligen Impulsvorträgen und einer Stärkung am Buffet ging es für die Gäste pünktlich zum Anwurf vom Recken-Café in die fast ausverkaufte Swiss Life Hall. Dort traten die Recken dem HSV Handball zu einem spannenden Nordderby gegenüber. Die Halbzeit bot Raum für Diskussionen rund um Spieltaktiken und den Spielverlauf, aber auch für Networking. Trotz guter Stimmung und lautstarken Anfeuerns verlor der TSV Hannover-Burgdorf an diesem Abend leider das Heimspiel mit 30 zu 36 Toren.
Beim anschließenden Meet-and-Greet analysierten die Spieler gemeinsam mit den Gästen den Spielverlauf und die Ursachen der Heimniederlage. Auch für Autogramme und Fotos nahmen sich die Recken-Spieler Zeit.

Wir freuen uns bereits auf die nächsten NWJ impulse am 19. Februar zu Gast im PlanetM.

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Ein Beitrag von Sandra Schütz



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