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Medienarbeit für Künstler, Medienfiguren und Stars: Ramon Wagner, Management Micaela Schäfer, im Interview

06.März 2012 - Public Relations -

Eine Gastrolle in Alarm für Cobra 11, Bodypainting für Madison N.Y. und überwiegend an allen Wochenenden bis August als DJane gebucht – nach dem Dschungelcamp ist Micaela Schäfer, Deutschlands wohl bekanntestes Nacktmodel, so erfolgreich wie nie. Der Grund: Hinter La Mica steht ein Management, das nach dem Pull-Prinzip strategische Öffentlichkeitsarbeit betreibt.

Eine talentierte, charismatische Persönlichkeit und eine zielgruppengerechte Vermarktung sind Grundsteine für eine erfolgreiche Karriere im Showbiz, doch Ramon und Konrad Wagner wissen, dass ein erfolgreicher Marken- oder Imageaufbau nicht nur durch sorgfältig ausgewählte Projekte und Engagements gefördert wird.

Über strategisches Themensetting und über Websites mit brandaktuellem Content für Fans und Presse hat Rebekka Müller von Aufgesang mit Ramon und Konrad Wagner gesprochen.

Vermarktung und Öffentlichkeitsarbeit für ein Erotikmodel – wie kamen Sie dazu?

Ramon Wagner: Während meines Fernseh-Volontariats habe ich Micaela Schäfer kennengelernt und war von ihrer Professionalität beeindruckt. Sie „funktioniert“ perfekt für die Kamera – jeder Satz sitzt bei ihr. Dann konnte ich Micaela Schäfer dafür gewinnen, für eine regelmäßige Berichterstattung bei YouTube die aktuelle Staffel der Castingshow „Germany’s next Topmodel“ zu kommentieren. Die gemeinsamen Schnittmengen wurden schnell ausgebaut, die Zusammenarbeit vertieft. Es fiel mir leicht, die Medien-, TV- und Öffentlichkeitsarbeit zu übernehmen, mein Kollege lieferte mit seinem technischen Know-how eine weitere wichtige Grundlage. Mit der Erotikbranche haben wir nichts zu tun – Micaela Schäfers leichtbekleidete Auftritte oder ihre Werbung für eine Erotikmesse sind nur ein ganz kleiner Teil des Gesamtprodukts.

Als TV-Redakteur sind Sie sicher mit einem ganz anderen Ansatz in Ihre Zusammenarbeit gestartet. Welche Maßnahmen haben Sie ergriffen und warum?

Ramon Wagner: Als wir anfingen, war Micaela Schäfer einem eingeschränkten Kreis bekannt. Wer unsere Künstlerin aus den Medien kannte, empfand sie oft als „zickig“.

Zunächst haben wir unsere Hausaufgaben gemacht und die veraltete Website in einen modernen und Content-bietenden „digitalen Hub“ verwandelt. Wir gingen direkt auf Reichweite: Mit Image fördernden Auftritten und Engagements wie zum Beispiel bei der Fashion Week Berlin wurde Micaela Schäfer neu positioniert, die Auftritte in der Öffentlichkeit durch mich zum ersten Mal strategisch geplant. Jedes Event wurde für eine maximale Öffentlichkeit zugänglich gemacht – inklusive eigener Fotograf, freien Pressefotos und Texten. Gleichzeitig wurde ein Produkt entwickelt: Micaela trat zwar schon vorher als DJane an der Seite von Loona auf, doch der Durchbruch kam mit den medienwirksamen freizügigen Auftritten als Topless-DJane. Das Echo auf die Berichterstattung kam schnell, als Heidi Klum in einem Interview den Werdegang ihrer einstigen „Topmodel“-Teilnehmerin öffentlich kritisierte. Die Strategie wurde danach angepasst: Themensetting nach dem Pull-Prinzip.

Themensetting nach dem Pull-Prinzip? Was meinen Sie damit?

Ramon Wagner: Lassen Sie mich das mit einem Beispiel erklären: Ein Medienereignis wie der Auftritt von Micaela Schäfer bei „Das Supertalent“ haben wir strategisch vorbereitet und dann Statements sowie Trends abgeleitet und weiterentwickelt. Dieter Bohlens Kritik haben wir umgemünzt und seine Aussage „Macht doch mal so ein Lesbending“ als Steilvorlage genutzt: Mit einer Filmproduktionsfirma haben wir – wie gefordert – das „Lesbending“ gedreht. Dies haben wir dann in einer konzertierten Medienaktion während des Dschungelcamps herausgegeben und als Trailer verschiedenen Medien per YouTube bereitgestellt und auf der Homepage prominent eingebettet. Den vollen Clip gab es dann im Shop als Download in HD und 3D zu kaufen.
Wichtig ist uns, ein aktives Storytelling zu betreiben. Die Story muss exklusiv, leicht zu finden und von den Medien leicht verwertbar sein.

Sie erwähnten gerade die Website. Wie wichtig ist die Künstler-Site in Zeiten von Facebook und Twitter eigentlich noch?

Konrad Wagner: Gerade in Zeiten von Facebook und Twitter ist die eigene Website so wichtig wie nie zuvor. Sie ist so etwas wie Steve Jobs „Digitaler Hub“ der Medienarbeit: Die Website verzahnt die unterschiedlichen Kanäle und liefert uns eine maximale Schlagkraft – und zwar genau dort, wo wir Hausherr sind. Hier versorgen wir unterschiedliche Interessengruppen gebündelt mit unseren Informationen. Gerade in unserem Fall war die Website enorm wichtig: Bei der Vielzahl an verfügbaren Informationen zu Micaela Schäfer konnten wir mit Hilfe der Website die Neupositionierung optimal betreiben: Wer nach Micaela Schäfer suchte, landete ab sofort bei uns auf der Seite, der erste Treffer bei Google.

Für Booking-Interessierte liefern wir einen direkten Kontakt zum Management und demonstrieren gleichzeitig Relevanz und Möglichkeiten der „Plattform Micaela Schäfer“. Den Fans bieten wir Mehrwerte mit akutellen Inhalten von News über Berichten bis hin zu eigenen Videos. Ferner vermarkten wir verschiedene Produkte in unserem eigenen Shop, besonders beliebt sind der jährlich erscheinende Erotikkalender und zur Zeit das „Lesbending“ für Dieter Bohlen. Die Presse wird mit Texten und eigenen hochauflösenden Fotos versorgt, die Dokumente stellen wir auf unserem Server unter einer „schönen“ URL zum Download bereit.

Dies unterscheidet die Seite von Micaela Schäfer stark von denen anderer prominenter Gesichter, die keinen Mehrwert auf ihren Sites bieten und die Chance, die sich ihnen durch den Besuch des Interessenten auf der eigenen Seite bietet, nicht nutzen.

Als digitaler Hub ist die Website natürlich mit Facebook verknüpft, die Videos werden über YouTube eingebettet – mit den neuen Möglichkeiten bei YouTube lassen sich hier auch optisch hochwertige Darstellungsmöglichkeiten verwenden. Zum Einsatz kommt ein professionelles Content-Management-System. Bewusst wurde auf Technologien wie Flash verzichtet – es wäre doch schade, wenn ein Benutzer beim Googeln auf die Website stößt und dann zu dem Ergebnis kommt, dass die Website „noch nicht mal auf meinem iPhone funktioniert“.

Die Zugriffszahlen geben uns recht: Fast monatlich wird die Millionenmarke überschritten. Bei Facebook sind die „Likes“ von 8.000 Fans auf über 27.000 während des „Dschungelcamps“ gestiegen.

Über 27.000 Fans in nur zwei Wochen? Die Medienpräsenz während des Dschungelcamps wirkt sich natürlich auf die Fanzahl aus. Aber wie steuern Sie normalerweise die Kommunikation über Facebook? Nutzen Sie auch Twitter? Wenn nicht, warum?

Konrad Wagner: Gerade in sozialen Netzwerken ist eine hohe Authentizität wichtig. Micaela Schäfer postet deshalb ausschließlich selber. Wir inszenieren keine künstliche Facebook-Seite für unsere Künstlerin, sondern liefern ihr vielmehr das Handwerkszeug, dort zu agieren. Lediglich für zwei Wochen während „Ich bin ein Star – holt mich hier raus!“ haben wir – für die Fans durch den Zusatz „Team Micaela“ ersichtlich – die Betreuung der Facebook-Seite übernommen.

Twitter verwenden wir nicht. Für uns ist es wichtig, die Interessenten über einen einzigen Kanal zu erreichen. In diesem Fall ist dies Facebook, das Medium unserer Künstlerin. Ganz bewusst haben wir deshalb darauf verzichtet, die Facebook-Inhalte in andere Social Communities zu klonen.

Neueste Informationen, Events und mehr unter www.micaela-s.de .

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Ein Beitrag von Rebekka Müller

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