• Tel.: 0511-9239990

Glaubwürdigkeit: Print schlägt das Web

18.März 2013 - Public Relations -

Die Bindung an die Zeitung nimmt ab. Aber nicht so schnell wie Webexperten raunen und erst recht nicht grundlegend. Im Jahr 2012 hatte nur jeder zehnte Jugendliche für die Zeitungen und Zeitschriften als wichtige Nachrichtenquelle votiert, als es der Stiftung für Zukunftsfragen in einer Umfrage darum ging, herauszufinden, auf welches Medium die deutsche Bevölkerung am ehesten verzichten würde.

Ergebnisse

Fachzeitschriften sind am glaubwürdigsten

Im Durchschnitt waren 2012 fast 60 Prozent der Deutschen dazu bereit, eher auf das Internet als auf die Zeitung zu verzichten. Eine neue Studie liefert Gründe für die anhaltende Zuneigung zum gedruckten Wort. Für mehr als 1.000 Befragte einer Studie liegt auf Platz eins der glaubwürdigsten Medien: die Fachzeitschrift. Darauf folgen Nachrichtenmagazine, die Wirtschaftspresse und Tageszeitungen. Erst im Mittelfeld taucht das Lieblingsmedium der Jugendlichen auf: das Internet – bei dieser Studie in Gestalt von Unternehmens- und Nachrichtenseiten. Anhand der JIM-Studie lässt sich sogar erkennen, dass Jungen noch eine deutlich höhere Affinität zu Tageszeitungen haben als Mädchen.

Besonders überraschend ist die Tatsache, dass das Trendbarometer zum Thema Vertrauen eine ansteigende Kurve des Vertrauens der Deutschen bei Medien zeigt (Allzeithoch wurde in 2013 bei 63 Prozent angegeben). Dieses Vertrauen färbt sicher auch auf die Online-Auftritte der klassischen Medien im Web ab. Es sei denn, die Aktualität schlägt das Fact-Checking und die gründliche Recherche. Das allerdings ist schon gut vorstellbar, wenn man sich die Honorare ansieht, die viele Online-Medien ihren Autoren zahlen. Dann könnte es sogar in den Verlagen eine Glaubwürdigkeitsschere geben zwischen den Kollegen aus dem Print- und denen aus dem Online-Bereich. Aber so etwas könnten Agenturen auch für ihre eigenen Zwecke nutzen.

Und der Rest der Welt?

Kommunikationsprofis sind daher bei Themen, die Vertrauen als wichtiges Umfeld brauchen, sehr auf die traditionelle Medienwelt angewiesen. Und die dort beheimateten Journalisten wissen um ihren Ruf und ihre Glaubwürdigkeit. Das Umschreiben von Marketingvorgaben wird daher dort wenig bis keinen Erfolg erzielen. Storytelling ist super für Publikumsmagazine, aber auch das erreicht nicht immer die Güte und inhaltliche Tiefe, die einen glaubwürdigen Beitrag auszeichnet. So gesehen hatte das Web bisher weniger Einfluss auf Journalismus und PR als gedacht. Aber das kann sich ändern. Die internationalen Daten des Trendbarometers Vertrauen von Edelmann zeigen das im Vergleich ganz deutlich, wenn man sie als Trend versteht, der auf uns zukommt.

Grafiken: Dr. Schulz, Edelmann

Wenn Dir dieser Artikel gefallen hat, dann teile ihn bitte!

(No Ratings Yet)

Ein Beitrag von Jörg Wittkewitz



Wissenswertes

Branchen

  • Digitale Wirtschaft
  • Investitionsgüter
  • IT
  • Mode
  • Lebensmittel
  • Lifestyle
  • Startups

Leistungen

Rechtliches