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Facebook-Fanpages von Unternehmen begeistern nur wenig

09.März 2015 - Public Relations -

Marketingexperte Dr. Christian Zich, Professor an der Technischen Hochschule Deggendorf (THD), hat eine empirische Studie zu Facebook-Fanpages von Unternehmen und deren Relevanz bei den Nutzern vorgelegt. Demnach nutzen Unternehmen das Potenzial nicht aus, das sich im sozialen Netzwerk bietet – mit der Folge, dass die Fans die „Freundschaft“ aufkündigen und der Seite den Rücken kehren.

Untersucht wurde der „Fan-Lebenszyklus“ vom ersten Kontakt bis zur Abmeldung. Dabei sind Facebook-Nutzer hoch motiviert und bereit, Dinge, die sie interessant finden, zu teilen oder zu liken. Immerhin 76 Prozent der Fans sehen sich die Posts und Bilder „ihrer“ Marke an. Aber nur jeder Vierte (26 Prozent) lässt sich dazu hinreißen, ein Like zu vergeben. Noch weitaus weniger, nämlich nur 3 Prozent, werden aktiv, indem sie Kommentare abgeben, etwas weiterempfehlen oder Inhalte im eigenen Netzwerk teilen.

Langweilige Posts vergraulen die Fans

Der Grund für die desaströsen Zahlen liegt bei den Unternehmen selbst, die ihre Fans mit irrelevanten, langweiligen Posts in die Flucht schlagen. „Der größte Teil der Posts, die Unternehmen produzieren, sind es nicht wert, geliked, kommentiert oder geteilt zu werden“, erläutert Christian Zich die Ergebnisse seiner Studie. Demnach finden 34 Prozent die Firmen-Posts uninteressant und weitere 14 Prozent sogar schlecht. Voll und ganz zufrieden mit den Posts ist weniger als jeder Dritte (30 Prozent). Jeder Siebte (13 Prozent) sieht seine Erwartungen überhaupt nicht erfüllt.

Ein interessantes Detail der Untersuchung ist, dass nur 3 Prozent der Fans Rabatten oder Gewinnspielen wegen Unterstützer einer Marke geworden sind. Ausschlaggebend ist in den meisten Fällen vielmehr echtes Interesse (37 Prozent). 23 Prozent geben gar emotionale Beweggründe an („entspricht meinen Einstellungen zum Leben“).

Fazit: Marken und Unternehmen schaffen es zu einem Großteil nicht, das durchaus vorhandene Potenzial der Social Media auszuschöpfen. Die Ursachen hierfür liegen weder am Medium noch an der Motivation der Fans. Insofern sollten Unternehmen ihre Aktivität auf Facebook & Co. überdenken und die inhaltliche Ausgestaltung gegebenenfalls einer strategischen Neuausrichtung unterziehen.

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Ein Beitrag von Peter Montag

Peter Montag ist Senior PR-Berater und seit 2004 bei Aufgesang. Er hat Politikwissenschaft und Kunstgeschichte studiert. Im Anschluss nahm er an einer PR-Aufbauqualifizierung teil und war freiberuflich sowie als Angestellter für verschiedene Verbände auf Landes- und Bundesebene als PR-Spezialist tätig. Seine fachlichen Schwerpunkte liegen in der Texterstellung und PR-Konzeption. Außerdem betreut er zwei große Projekte bei uns in der Agentur: Presseverteiler.de und Kommunikation in der Wikipedia. Peter reist sehr gerne, insbesondere nach Osteuropa. In seiner Freizeit besucht er zudem gerne Kabarett-Veranstaltungen.



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