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Erfolgreiche PR lebt von Persönlichkeit

17.Dezember 2012 - Gastbeiträge -

Die persönliche Ansprache steckt im Begriff „Public Relations“ schon drin; schließlich geht es hier um Beziehungen zur Öffentlichkeit. Auch wenn jeder anderen Menschen unterschiedlich begegnen mag, ohne die persönliche Ebene lässt sich eine Beziehung schwerlich führen. Da verwundert es, dass viele ihre PR sehr sachlich, unemotional und vor allem unpersönlich gestalten. In der hervorragenden Artikelserie „Presseverhinderer“ im Besserwerberblog gibt Frauke Weber zahlreiche Beispiele, wie es nicht laufen sollte. Immer wieder stehen die „Sehr geehrten Damen und Herren“ auf dem Trapez, es gibt nur ungenügende Kontaktinformationen und insgesamt ist der Umgang mit den Medien ziemlich ungelenk. Dabei reichen oft schon Kleinigkeiten, um in der Pressearbeit erfolgreicher zu sein.

Die persönliche Vorstellung

Was gerade bei regionalen Pressediensten, Lokalredaktionen oder Online-Journalisten gut ankommt, ist eine persönliche Vorstellung. Recherchieren Sie den geeigneten Ansprechpartner und kontaktieren Sie ihn per E-Mail oder Telefon, um ein kurzes (!) persönliches Gespräch zu vereinbaren. Signalisieren Sie, dass Sie maximal 3-5 Minuten seiner Zeit stehlen werden, nur um einen persönlichen Eindruck zu gewinnen. In den allermeisten Fällen lässt sich so ein Treffen arrangieren; Sie sollten sich dann aber auch an Ihr Versprechen halten und sich aufs Nötigste beschränken. Geben Sie einen kurzen „Elevator Pitch“ in maximal einer Minute zum Besten, überreichen Sie Ihre Visitenkarte (oder Broschüre) und klären Sie die für den Redakteur gewünschte Form der Kontaktaufnahme. Höflich verabschieden, lächeln und verschwinden – so bleiben Sie sympathisch und unaufdringlich im Gedächtnis. Was bei einem Kunden von uns hervorragend funktioniert hat, war ein anschließend verschickter, kurzer Brief als Dankeschön für das persönliche Kennenlernen – die beigelegte Tafel Schokolade kam äußerst gut an und sorgte für den nächsten Kontaktpunkt. Dies sollten Sie aber vom Einzelfall abhängig machen, je nach Eindruck aus dem Gespräch.

Der persönliche Bezug

Redakteure erhalten jeden Tag zig E-Mails, Meldungen, Anrufe, Hinweise, Artikelvorschläge und Pressetexte. Um aus der Masse hervorzustechen, sollten Sie immer einen persönlichen Bezug herstellen. Angefangen von der persönlichen Anrede („Damen und Herren“ ist ein No-Go!) über die konkrete Verbindung („Wir hatten uns neulich …“, „Ihr Artikel vom 13. Mai …“) bis hin zur Begründung, wieso Sie Ihr Anliegen vorbringen. Denn oftmals erkennt der Redakteur aus einer einfachen Meldung nicht den Informationsgehalt oder den Mehrwert für seine Leser. Es würde den Rahmen sprengen, in diesem Zusammenhang noch den Aufbau einer Pressemeldung zu besprechen, doch sollten Sie bei einer noch so aussagekräftig getexteten Nachricht immer einen deutlichen Bezugspunkt herstellen – kurz, knapp, einprägsam. Überhaupt kann ein bestimmtes „Muster“ in der Ansprache für Wiedererkennung sorgen. Nutzen Sie eine bestimmte sprachliche Wendung, ein Zitat oder eine intelligente, aufmerksamkeitsstarke Anrede, um aufzufallen. Auch der Versand von Pressemeldungen auf buntem Papier bzw. in digitaler Form vielleicht durch ein markantes Logo, stellt die Aufmerksamkeit sicher.

Persönlichkeit zeigen

Namen sind Schall und Rauch, doch ein Foto hilft dem Gedächtnis meistens recht schnell auf die Sprünge. In der Kontaktinformation sollten Sie ein sympathisches, professionelles Portraitfoto nutzen, um sich beim Gegenüber in Erinnerung zu bringen. Auch Ihre Visitenkarte könnte durch ein solches Foto oder einen besonderen Effekt aufgewertet sein, ebenso die E-Mail-Signatur. „Sie sehen ja genauso aus, wie auf Ihrem Foto“, höre ich manche Kunden sagen. Ähnlich läuft es mit Pressevertretern. Denn nur wenige haben diesen Vorteil bereits erkannt und nutzen Fotos, um Persönlichkeit zu zeigen.

Sollte Ihre Meldung trotz persönlicher Kontaktaufnahme nicht auf Resonanz gestoßen sein, so ist sie entweder nicht interessant genug oder einfach in der täglichen Papierflut untergegangen. Sie sollten den Redakteuren und Pressestellen nicht auf den Nerv fallen und ständig nachfragen, aber es lässt sich durch eine charmante Form der Kontaktaufnahme durchaus sicherstellen, dass die Nachricht ihren Empfänger erreicht hat. Das Zauberwort heißt auch hier „Persönlichkeit“, denn wenn Sie echtes Interesse und Wertschätzung zeigen, bekommen Sie in den allermeisten Fällen auch Wertschätzung zurück. Manche Redakteure nehmen sich dann die Zeit und beschäftigen sich besonders intensiv mit Ihrem Thema, andere erklären Ihnen vielleicht, aus welchen Gründen eine Meldung für sie nicht interessant ist. In beiden Fällen können Sie eine Menge lernen und für die Zukunft verbessern. „Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen“ – aus diesem Grund gehört es zur persönlichen Strategie, auch Fehler zu machen oder aus Erfahrungen zu lernen. Bleiben Sie authentisch und zeigen Sie sich vor allem persönlich – das ist langfristig die beste Strategie, um Public Relations erfolgreich zu gestalten.

 

Über den Gastautor

Thomas G. Müller hat als Geschäftsführer der MKM media aus Brandenburg immer wieder mit Pressestellen und Redakteuren zu tun. Er weiß aus eigener Erfahrung, wie wichtig der persönliche Umgang in der PR ist. Mit seinem Unternehmen hat er sich unter anderem deshalb auf personalisierte Werbung spezialisiert, die beim Empfänger möglichst lange und positiv in Erinnerung bleibt.

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