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Der Weg zum Online-Pressespiegel – rechtlich abgesichert

26.Mai 2010 - Public Relations -

Ihre Pressearbeit war ein voller Erfolg? Es wurden zahlreiche positive Artikel über Ihr Unternehmen in den Medien veröffentlicht? Natürlich möchten Sie diesen Erfolg auch Ihren Kunden kommunizieren. Am besten in einem jedermann zugänglichen Online-Pressespiegel – als gute Referenz. Aber: Zeitungsberichte ausschneiden, einscannen und hochladen – so einfach geht es nicht. Denn bei der Aufnahme von Presseartikeln in Pressespiegel handelt es sich um einen urheberrechtlich geschützten Vorgang, wie der Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht Jens O. Brelle in seinem Blogbeitrag bereits ausführlich dargestellt hat.


Um einen Online-Pressespiegel rechtssicher zu gestalten, muss beachtet werden, dass für alle digitalisierten Artikel eine Vergütungspflicht besteht. Die Vervielfältigung und Verbreitung – denn darum handelt es sich – ist daher nur mit Zustimmung des Urhebers bzw. des jeweiligen Rechteinhabers, meist eines Verlages, zulässig.

Einfach

Der einfachste Weg zum eigenen Online-Pressespiegel ist die Nachfrage beim jeweiligen Verlag. Am Besten in der Redaktion. Dort lässt sich in Erfahrung bringen, inwieweit Clippings verwendet werden dürfen und ob eine Vergütung zu zahlen ist. Wenn man Glück hat, steht der Verlag einer Veröffentlichung nicht im Wege und möchte nur das Logo des Mediums oder einen Link zur Website einbinden lassen. Aber es kann auch richtig teuer werden. Natürlich müssen in jedem Fall die dazugehörigen Urheber- und Quellenangaben veröffentlicht werden. Hat man sich mit dem Urheber des Textes oder Bildes geeinigt, entstehen keine weiteren Ansprüche einer Verwertungsgesellschaft.

Aufwändig, rechtssicher und teuer

Alternativ können die Artikelrechte bei der PMG Presse Monitor GmbH erworben werden. Die PMG bietet durch umfassende Vereinbarungen mit den Verlagen und der engen Zusammenarbeit mit der VG Wort und der VG Bild diese Rechte zentral an. Grundlage der Dienstleistung ist das Presse-Monitor-System: eine Datenbank, die tagesaktuell einen Online-Zugriff auf Artikel von rund 1.060 Publikationen bietet. Die Contentpartner der PMG stellen die notwendigen Rechte und – sofern technisch möglich – auch die Artikel in digitaler Form zur Verfügung.

Für die Nutzung des Presse-Monitor-Systems sind ein kostenpflichtiger Lizenzvertrag und ein Online-Zugang nötig. Artikel können hier recherchiert und zu einem elektronischen Pressespiegel zusammengestellt werden. Die Grundgebühr für die Nutzung der Recherchefunktion kostet monatlich je nach Leistungsumfang 50, 100, oder 200 Euro. Der zusätzlich anfallende Artikelpreis richtet sich nach Quelle und Leserzahl, das heißt an wie viele Personen der Kunde den fertigen Pressespiegel verteilen möchte.

Wer auf die Recherchemöglichkeit und somit auf die Grundgebühr verzichtet, spart Geld und kann den PMG-Rechtekauf für selbst eingescannte Artikel nutzen. Die Lizenzierung und Abrechnung erfolgt artikelgenau über das Presse-Monitor-System. Dazu sind die Angabe der Quelle und des Urhebers nötig. Dieses Angebot richtet sich an Unternehmen und Institutionen, die ihre Pressespiegel selber im eigenen Haus erstellen oder durch Dienstleister, wie PR-Agenturen, erstellen lassen.

Aber: Das Verbreitungsrecht gilt nur für geschlossene Nutzergruppen innerhalb der Unternehmen oder Institutionen. Ist der Online-Pressespiegel frei zugänglich, müssen Internetrechte erworben werden. Voraussetzung ist die Zusatzvereinbarung „Internetrechte“ zu einem bestehenden Lizenzvertrag.

Mit der Internet-Lizenz hat der Kunde die Berechtigung, Artikel aus verschiedenen Medien für einen Zeitraum von einem Monat bis zu drei Jahren auf seiner Website zu veröffentlichen und so aktiv für die Öffentlichkeitsarbeit zu nutzen. Auch die Einbindung der Artikel in Newsletter oder E-Mails sowie Screenshots ist möglich – natürlich nicht kostenlos. Wer also Artikel auf seiner Homepage abbilden möchte, kommt um Lizenzgebühren leider nicht herum.

Die Preise richten sich nach folgenden drei Kriterien: Anzahl der durchschnittlichen Page-Impressions, Dauer der Einstellung (min. 1 Monat, max. 3 Jahre), Quellenauswahl (regional oder überregional). Abgerechnet wird artikelgenau, die Recherchefunktion und somit die Grundgebühr ist optional. Mit der Einstellung von Artikeln in einen Online-Pressespiegel ist man verpflichtet, die dazugehörigen Urheber- und Quellenangaben zu veröffentlichen.

Kostenfrei

Umgehen lässt sich die kostspielige und aufwändige Lizenzierung, wenn die erschienenen Artikel nicht vollständig veröffentlicht werden. Dies ist zum einen gewährleistet, wenn so genannte Deep-Links, d.h. Verknüpfungen zur Anbieter-Seite, verwendet werden. Andererseits ist es möglich, lediglich die Metadaten (Quelle, Datum, Headline, Seite, Autor) und Kernaussagen des Artikels abzubilden bzw. zu zitieren oder eine Zusammenfassung zu veröffentlichen.

Ein schönes Beispiel finden Sie hier. Auch auf diesem Weg ist es möglich, das positive Bild Ihres Unternehmens in den Medien für die Öffentlichkeitsarbeit zu nutzen und den Kunden ihre erfolgreiche Arbeit zu kommunizieren.

Verfasser: Jens Völkerling

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Ein Beitrag von Webentwickler

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