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CSR: Mode oder Strategie der Zukunft?

04.Dezember 2012 - Public Relations -

Weihnachtszeit – Spendenzeit. Wenn es auf den emotionalen Höhepunkt des Jahres zugeht, scheint die Bereitschaft, Wohltätiges zu tun, auch auf die Unternehmen überzugreifen. Schon lange veranstalten Fernsehsender alljährliche Spendengalas, die Zeitschriften preisen Aktionen zugunsten benachteiligter Gruppen an und auch das regionale Umfeld wird von einer Mildtätigkeitswelle erfasst.

Was man gemeinhin als Hilfsbereitschaft bezeichnen könnte, wird im Fachjargon „Corporate Social Responsibility“, kurz CSR, genannt. Im deutschen Sprachgebrauch setzt sich auch immer mehr die Bezeichnung gesellschaftliche/soziale Verantwortung durch. Dahinter verbirgt sich ein Konzept, „das den Unternehmen als Grundlage dient, auf freiwilliger Basis soziale Belange und Umweltbelange in ihre Unternehmenstätigkeit […] zu integrieren“ (Definition der Europäischen Kommission).

Der Stellenwert von CSR in der Zukunft

Eine Expertenbefragung im Oktober 2012 ergab, dass das CSR-Profil eines Unternehmens in zehn Jahren sowohl bei der Arbeitsplatzwahl für Bewerber als auch bei Kaufentscheidungen für Verbraucher eine große Rolle spielen wird. Demnach werden Unternehmen, die eine CSR-Strategie konsequent verfolgen, Vorteile haben gegenüber denen, die CSR nicht einbeziehen.

Auf die steigende Relevanz sozialer Verantwortung und den dadurch hervorgerufenen Bedarf nach qualifiziertem Personal haben die DIHK und weitere Bildungseinrichtungen reagiert mit der Einrichtung des Zertifikatslehrgangs zum CSR-Manager.

Auch die Bundesregierung sieht Handlungsbedarf und hat den Aktionsplan CSR im Oktober 2010 in Kraft gesetzt. Dieser Aktionsplan hat unter anderem zum Ziel, deutschen Unternehmen die Wichtigkeit von CSR bewusst zu machen. Die Verankerung sozialer Verantwortung in Unternehmen verschafft ihnen mehr Vorteile sowohl im nationalen als auch im globalen Wettbewerb. Ebenso soll CSR das Vertrauen in die Wirtschaft wieder stärken, was besonders in Wirtschaftskrisen wichtig ist. Wie aber kann soziale Verantwortung in Betriebe integriert und umgesetzt werden?

Ein Praxisbeispiel für CSR

Als Beispiel für eine kürzlich durchgeführte, gelungene CSR-Maßnahme kann die Weihnachts-Aktion der Martin Braun KG in Hannover herangezogen werden. Die 1931 gegründete Firma ist führender Backzutatenhersteller, der professionelle Backbetriebe beliefert.
Neben CSR-Maßnahmen des Umweltschutzes und der Mitarbeiterförderung unterstützt das Unternehmen seit einigen Jahren mit Spenden den Deutschen Kinderschutzbund. Um dieses Jahr auch Kindern aus der Umgebung eine Freude zu machen, und sie für das handwerkliche Backen zu begeistern, haben Bäcker der Martin Braun-Gruppe ein Lebkuchen-Hexenhaus gebacken. Hierfür wurden 380 Kilogramm Lebkuchen auf ein selbst gebautes Holzgerüst gelegt und mit über 40 Kilogramm Plätzchen dekoriert. Das mehrere Meter hohe Hexenhaus ist ab dem 28.11.12 für Kindergärten aus der Region zugänglich. Hier können die Kleinen den Zauber des Märchens Hänsel und Gretel auf eine leckere Weise erfahren und von frisch gebackenen Keksen naschen. Die Resonanz ist schon jetzt so positiv, dass das Hexenhaus auch in den nächsten Jahren aufgebaut werden soll, so Anastasios Petsinis, der Presseverantwortliche des Unternehmens.

Fazit

Soziale Verantwortung nimmt einen immer höheren Stellenwert für das Ansehen eines Unternehmens ein. Das haben auch die Politiker und Bildungsträger erkannt und treiben die Verankerung von CSR als Bestandteil der Geschäftsstrategie aktiv voran. Die Aktion der Martin Braun KG hat gezeigt, dass es sich auch für ein B2B-Unternehmen lohnt, CSR-Maßnahmen für Endverbraucher einzusetzen, um das Image zu fördern.

Autor: Daniela Worm

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