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Buchrezension: Bilder, die ins Herz treffen

31.August 2012 - Rezensionen -

Die Macht der Bilder – aus der Werbung bekannt. Aber wie sieht es mit der Nutzung für die Public Relations aus? Oft wird ihre Wirkung unterschätzt und ihr Einsatz vernachlässigt. Prof. Dr. Dieter Georg Herbst zeigt in seinem Buch „Bilder, die ins Herz treffen. Pressefotos gestalten, PR-Bilder auswählen“ die Potenziale von Bildern für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit auf und liefert hiermit ein erstes Grundlagenwerk für Fotografie in der PR.

„Menschen sind Augentiere, die lieber schauen als lesen“, zitiert Dieter Georg Herbst eingangs den deutschen Hirnforscher Prof. Ernst Pöppel. Über die Augen nehmen wir über 80 Prozent der Informationen aus unserer Umwelt wahr. Um ein Bild später wiederzuerkennen, reichen zwei Sekunden Betrachtungszeit aus, und Bilder nehmen wir 60.000-mal schneller wahr als Texte. Weitere Vorteile von Bildern: Sie fallen schnell auf, informieren platzsparend, sind allgemein verständlich, werden schnell verarbeitet und sind glaubwürdiger. Viele Gründe also, wieso Bilder besonders in Online-Medien einen hohen Stellenwert einnehmen.

Der Mensch denkt in Bildern. Deshalb benötigt heute jedes erfolgreiche Unternehmen eine professionelle Bilderwelt. Nicht nur Werbeanzeigen, auch Pressefotos sollen den Betrachter emotional ansprechen, nachhaltig wirken und die Corporate Identity prägen. Eine klare Bildsprache gibt dem Unternehmen ein Gesicht, das Kunden, Geschäftspartner und Mitarbeiter erkennen und wertschätzen. Wer ein Bild vor Augen hat, kann sich auch ein klares Bild machen. Bildbotschaften kommen besonders dann an, wenn Geschichten erzählt werden. Der Fundus an gutem Bildmaterial ist wichtig – aber bitte keine Stockfotos. Immer wieder lachen einen dieselben Gesichter und Motive von Broschüren, Webseiten etc. an. Bilder aus dem eigenen Unternehmen, der Umgebung und den eigenen Mitarbeitern sind gefragt. Nur diese Bilder fügen sich in eine erfolgreiche Corporate Identity ein.

Nach einem allgemeinen Kapitel über Bilder in der PR geht Herbst auf die neurowissenschaftlichen Aspekte des Sehens ein. Das Sehen von Bildern ist ein Puzzle aus Reizen. „Jedes PR-Bild konkurriert mit Reizen aus dem Umfeld: PR-Bilder, die nicht auffallen, werden übersehen“, so der Autor. Damit dies nicht so schnell geschieht, gibt er in den weiteren Kapiteln wertvolle Tipps zur Bildgestaltung und zum Einsatz von PR-Bildern. Es werden Bildkonzepte unter Berücksichtigung der Wirkung von Bildern entwickelt. Fotos transportieren nicht nur Informationen, sie transportieren insbesondere Emotionen. Als „leistungsstarke Informationsträger“ sind sie für die Pressearbeit unabdingbar. Ein hoher Wiedererkennungswert und die Speicherung von inneren Bildern sind besonders wertvoll.

Neben interessantem Zahlenmaterial gibt Herbst auch zahlreiche Checklisten, Schritt-für-Schritt-Anleitungen, Tipps und Adressen mit an die Hand. Für Einsteiger und PR-Profis ohne einen bildwissenschaftlichen Background ist dieses Buch sehr empfehlenswert. Es ist gut gegliedert und durch zahlreiche Listen und Infokästen leicht zu lesen. Die Sprache ist einfach und verständlich. Amateuren im Bereich Fotografie und Gestaltung bietet es solides Basiswissen und hilfreiche Ideen. Das Korrektorat lässt allerdings zu wünschen übrig. Diverse orthografische und grammatikalische Fehler bremsen den sonst so leichten Lesefluss.

Für 26,50 € können Interessierte das Buch versandkostenfrei bei www.amazon.de oder im stationären Buchhandel erwerben. „Bilder, die ins Herz treffen. Pressefotos gestalten, PR-Bilder auswählen“ ist im Viola Falkenberg Verlag erschienen.

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Ein Beitrag von PR-Assistentin



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