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Rezension: Beautiful Trouble: Handbuch für eine unwiderstehliche Revolution

21.September 2015 - Rezensionen -

Wer andere Kontinente bereist, erweitert seinen Horizont. Das gilt auch für Kommunikationsfachleute, denen wir „Beautiful Trouble: Handbuch für eine unwiderstehliche Revolution“ empfehlen möchten. Das Handbuch richtet sich an die nächste Protestgeneration, aber weil es Prinzipien, Taktiken und Fallbeispiele beschreibt, ist es auch ein Werkzeugkasten für alle, die eine Idee zündend kommunizieren wollen. Mitgearbeitet haben zehn Organisationen und mehr als 70 Aktivisten.

Das Handbuch liefert eine Blaupause für Aktionen von Flashmob bis Revolution. Wer verantwortlich in Politik und Konzernen kommuniziert, lernt hier wie die Organisationen ticken und was man von ihnen am meisten zu befürchten hat…

Die Autoren Andrew Boyd (»Billionaires for Bush«) und Dave Oswald Mitchell kämpfen seit mehr als zwanzig Jahren gut gelaunt und entschlossen für sozialen Wandel. „The Other 98%“ hat die Occupy-Proteste vorweggenommen. Da „gute Organisation alles ist“, haben sie für Beautiful Trouble eigene Erfahrungen und Tipps anderer AktivistInnen kompakt zusammengestellt.

Der erste Teil behandelt 33 Taktiken von kreativer Disruption über Banner bis Hoax und Besetzung sowie deren Grundzüge. Wer in einem Großunternehmen kommuniziert, kann alle Szenarien durchspielen und ist dann in der Krisenkommunikation gut aufgestellt.

Im zweiten Teil listen die Autoren 56 Prinzipien auf, die man kennen sollte: Auch die Revolution kommt nicht ohne Branding aus, jeder kann Schauspielern, grundsätzliche Gewaltlosigkeit, das Unsichtbare sichtbar machen, Verbündete suchen, sich Rituale zunutze machen – dies sind nur einige davon.

Aktivisten und alle, denen mal etwas nicht passt, sind hiermit gut gerüstet und können nicht nur  loslegen, sondern mit den Aktionen auch erfolgreich sein.

Der dritte Teil beschreibt 31 Theorien, der letzte über 40 (!) Case Studies. Wer bei diesen angekommen ist, kann längst selbst zuordnen, nach welchen Taktiken, Prinzipen und Theorien die Aktivisten vorgegangen sind, welche Methoden zum Einsatz kamen und warum sie funktioniert haben. Das Buch verschweigt auch nicht, welche Dinge jeweils schwierig waren. So lernen Aktivisten, Fehler anderer nicht zu wiederholen.

Ein Extralob geht an den Layouter, der in der Marginalspalte mit Zitaten, Querverweisen und Interverlinkungen ordentlich Futter liefert. Das Buch macht auf allen Ebenen Spaß. Aus Sicht von Politik und Unternehmen ist dieses Buch außerordentlich lehrreich. Für alle, die sich mit Krisen-PR beschäftigen: ein Muss. Und wem die Teens und Twens von heute zu stromlinienförmig und angepasst erscheinen, der hat hier eine Geschenkoption gefunden.

Beautiful Trouble bestellen Sie am Besten in den Buchladen Ihres Vertrauens – oder hier.

Und weil die Revolution eben auch online schwer Up-to-date ist, gibt es einen Werkzeugkasten http://beautifultrouble.org/

Taktiken, Prinzipien, Theorien, Case Studies und Aktivisten lassen sich hier erkunden: http://explore.beautifultrouble.org/#-1:00000

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Ein Beitrag von Senior PR-Beraterin



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