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Augmented Reality in der PR

07.Juni 2011 - Public Relations -

Nach einer aktuellen Bitkom-Umfrage hat jeder fünfte Handybesitzer in Deutschland ein Smartphone. Der Einzug mobiler Taschencomputer in deutsche Haushalte bietet Unternehmen und Marken neue Möglichkeiten, um auf ihre Produkte und Services aufmerksam zu machen. Augmented Reality erfährt insbesondere in der Entwicklung von Apps zur Kundengewinnung und –bindung seit zwei Jahren ein regelrechtes Revival.

Augmented Reality oder kurz AR ist keine neue Erfindung. Die Wurzeln der computergestützten Erweiterung der Realitätswahrnehmung liegen in den 50er Jahren. Genau genommen schließt AR alle menschlichen Sinne mit ein. In den heute gängigen Apps und Games beschränkt sich AR jedoch auf die Ergänzung von Bildern, Videos und Informationen, die in die jeweilige Umgebung eingeblendet oder überlagert werden. Eines der bekanntesten Beispiele flimmert bei jeder Bundesligaübertragung über die Fernsehbildschirme: Das Einblenden von Hilfslinien und Kreisen bei Freistößen.

Einbindung von AR in die mobile Kommunikationsstrategie

Dass sich neue Marketinginstrumente und Apps sich wunderbar durch klassische und Online-PR kommunizieren lassen, zeigt die gelungene französische Kampagne. Anlässlich der Einführung des neuen Parfums „L’Air“ von Nina Ricci in den Filialen der Parfümeriekette Nocibé in Frankreich wurde eine App für iPhone und Android programmiert.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Parfum L‘ Air: Auf der Jagd nach Tauben mit dem Smartphone

Drei Aufgaben in einem erfüllt die Applikation:

  • Das Parfum wird präsentiert: Der Interessierte erhält Hintergrundinformationen zum Duft und zur Entstehungsgeschichte. Darüber hinaus kann der Kunde „L’Air“ interaktiv durch Fotos und Videos entdecken.
  • In einem Mini-Spiel begibt sich der Spieler auf eine Schatzsuche der besonderen Art: Er jagt mithilfe der Kamerafunktion nach weißen Tauben, das Markenzeichen des Parfums, in allen Städten, in denen Nocibé eine Filiale betreibt. Gekoppelt ist das Spiel mit einem sogenannten M-Coupon-System. Der Spieler erhält für seine Teilnahme mobile Gutscheine, die er am POS einlösen kann. Auf diese Weise kann die Kundenfrequenz nachhaltig gesteigert werden. Zudem nehmen alle Teilnehmer an einem großen  übergeordenten Gewinnspiel teil.
  • Mit dem „Store Locator“ immer wissen, wo die nächste Filiale ist: Der Nutzer der App bekommt auf Knopfdruck die nächstgelegenen Filiale angezeigt.

Auf einer eigens für die Aktion konzipierten Micro-Website werden die Kunden auch im Internet aufgefangen. Fotos, Videos und Informationen warten dort auf die Duftbegeisterten Taubenjäger.

Aus dem Karton heraus – die „Digital Box“ von LEGO

Für Buzz und jede Menge Aufsehen sorgte auch der Augmented Reality Kiosk von Lego. Das Display mit integrierter Kamera ist mittlerweile in allen Lego Stores weltweit installiert. Das Prinzip ist einfach: Der Karton muss nur vor den Kiosk gehalten werden und auf dem Bildschirm erscheint dann der aufgebaute Inhalt animiert in 3D – bewegte Sequenzen inklusive.

 

Nicht jede AR-Kampagne muss funktionieren – Adidas Originals

Als Adidas seine Kampagne „The Adidas Neighborhood“ zur Einführung ihrer Adidas AR Game Pack Sneaker im vergangenen Jahr launchte, wollten die Marketer sehr innovativ sein. Mit dem Kauf eines Paares der speziellen AR-Sportschuhe, können AR-Minigames auf der Adidas-Neighborhood-Plattform gespielt werden. Der Sneakerfans halten dazu  den Schuh mit AR-Code auf der Lasche vor die Webcam hält. Wer den Kauf des Gaming-Shoes scheut, kann auch alternativ einen Turnschuh zum Falten aus dem Netz runterladen. Bei der Zielgruppe kam die Kampagne jedoch nicht wie gehofft an. Lesenswert dazu sind die Kommentare under dem YouTube-Video.

 

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Ein Beitrag von Rebekka Müller



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