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Anforderungen an den digitalen Journalismus: „Universal-Code 2020“ – Rezension

16.November 2016 - Rezensionen -

Noch vor zehn Jahren war Google in erster Linie eine Suchmaschine und Facebook nahezu unbekannt. Die Digitalisierung jeglicher Bereiche führte im Laufe der Zeit allerdings zu grundlegenden Veränderungen – unter anderem für Journalisten. Unzählige Kanäle bieten mittlerweile nie dagewesene Möglichkeiten zur Publikation, die zu einem regelrechten Überangebot an Medien führen. Die Konsumenten haben die Wahl und stellen die Redakteure damit vor eine Herausforderung. Auf welchem Kanal veröffentliche ich am besten meine Inhalte? Wie erreiche ich die richtige Zielgruppe? Was gilt es bei digitalem Journalismus zu beachten? Welches Equipment benötige ich? Dies und vieles mehr beantwortet Christian Jakubetz in seinem Buch „Universal Code 2020. Content + Kontext + Endgerät“.

Auf insgesamt 207 Seiten gibt der Autor hilfreiche Tipps für Journalisten, um sich in der digitalisierten Welt zurechtzufinden, sowie einen Ausblick auf das Jahr 2020. Der 102. Band der Ausgabe „Praktischer Journalismus“ beleuchtet die einzelnen Elemente des Journalismus und beschreibt, wie sich die Digitalisierung derMedien auf diese auswirkt.

Universal-Code-2020

 

Nach einer ausführlichen Einleitung in das Thema „digitaler Journalismus“ befassen sich die sieben Kapitel mit folgenden Themen:

  • Im ersten Kapitel steht das Thema Texten im Vordergrund. Der Autor erläutert die unterschiedlichen Anforderungen einzelner Kanäle und die daraus resultierende notwendige Flexibilität der Journalisten. Darüber hinaus unterscheidet er verschiedene Arten des Textens, wie z.B. Texten fürs Hören oder fürs Sehen und Hören, und erläutert, was es hierbei jeweils zu beachten gilt.
  • Da Videos mittlerweile aus der Journalismus-Welt nicht mehr wegzudenken sind, braucht man handwerkliche Grundlagen, um den Ansprüchen der Kanäle gerecht zu werden. Im zweiten Kapitel erhält der Leser Tipps für den guten Video-Ton, den richtigen Schnitt und passendes Equipment.
  • Podcasts werden bei den Konsumenten immer beliebter, da sie diese Form der Audio-Dateien, wann und wo sie gerade wollen, nutzen können. Mehr zum richtigen Equipment und den fünf wichtigsten Audio-Formaten erfahren Sie in Kapitel drei.
  • Soziale Netzwerke sind Kanäle, die eher für den Moment als für die Ewigkeit gedacht sind. Deshalb gilt es, seine Nutzer mit guten Momentaufnahmen zu überzeugen. Worauf es bei dem Thema Fotos ankommt, welche Ausstattung eine Kamera haben sollte und welche Möglichkeiten eine Software bietet, erfährt der Leser im vierten Kapitel.
  • In Kapitel fünf zeigt der Autor die Charakteristika des digitalen Journalismus auf und erläutert, worin der Unterschied zum „analogen“ Journalismus besteht. In diesem Zusammenhang lernen Sie, welche Rolle Storytelling hierbei spielt und welche Bedeutung Messgrößen wie Klicks oder Page Impressions haben.
  • Mobile Medien stehen im sechsten Kapitel im Vordergrund. Der Autor vergleicht die Endgeräte Smartphone und Tablet und gibt hilfreiche Tipps zur Auswahl des geeigneten Kanals. Darüber hinaus erläutert er Möglichkeiten, digitale Workflows zu bewältigen und die Aktivitäten auf verschiedenen Social-Media-Kanälen aus einer Hand zu steuern.
  • Abschließend beinhaltet das siebte Kapitel einen Ausblick auf das Jahr 2020. Neben zwei konträren Sichtweisen auf die Entwicklungen im Netz beinhaltet es die drei wichtigsten Veränderungen. Anhand eines Beispiels erfährt der Leser, wie sich die verändernden Bedingungen für Journalisten auf die Praxis auswirken.

Fazit

Das Buch „Universal-Code 2020“ richtet sich vor allem an Journalisten mit Blick auf deren Aufgaben in der digitalisierten Medienwelt. Die jeweils markierten Kapitelhighlights sowie die in sich abgeschlossenen Kapitel erleichtern die Orientierung und helfen, Fragen und Probleme in kurzer Zeit zu klären. Neben theoretischen Ausführungen enthalten die Kapitel praktische Hinweise für die Erstellung von Content sowie für die alltägliche Arbeit mit Social-Media-Kanälen. Es ist somit ein empfehlenswertes Buch, das in keinem Bücherregal fehlen darf. Auch für die PR-Arbeit ergeben sich daraus nützliche Informationen zum Umgang mit verschiedenen Plattformen.

 

Autorin: Franziska Pütter

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Ein Beitrag von Aufgesang-Team



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