• Tel.: 0511-9239990

8 Tipps für Gespräche mit Journalisten

12.November 2015 - Featured, Public Relations -

Mitarbeiter Marcus Freye im Gespräch mit JournalistenUm herauszufinden, ob die Informationen, Mitteilungen oder Themen Ihres Unternehmens für ein Medium interessant sind, lohnt sich immer ein persönliches Gespräch mit dem Journalisten. Hier gibt es jedoch einige Dinge zu beachten, damit das Gespräch beiden etwas bringt. Wir haben einige Tipps zusammengestellt, die für die telefonische Kontaktaufnahme mit einem Journalisten hilfreich sind:

1. Lernen Sie Ihren Gesprächspartner kennen

Informieren Sie sich vorab über den Journalisten und das Medium, mit dem Sie Kontakt aufnehmen wollen. Über welche Themen schreibt der Journalist? Auf welche Details geht er besonders ein? Welche Ressorts deckt das Medium ab? Wer liest das Medium? Für beide Seiten ist es unerfreulich, wenn sich im Gespräch herausstellt, dass Ihre Informationen für das Medium nicht relevant sind. Greifen Sie nur dann zum Hörer, wenn Sie sicher sind.

2. Bereiten Sie sich vor

Journalisten stehen ständig unter hohem Zeitdruck. Daher sollten Sie gut vorbereitet in ein Gespräch gehen – sonst erzeugen Sie möglicherweise Unmut bei Ihrem Gegenüber. Erstellen Sie sich im Vorfeld einen Gesprächsleitfaden: Was ist der Grund Ihres Anrufs? Was wollen Sie in diesem Gespräch erreichen oder erfahren? Welche Informationen können Sie dem Journalisten anbieten?

3. Respektieren Sie Ihr Gegenüber

Journalisten sind aufmerksame Zuhörer. Wählen Sie Ihre Aussagen daher mit Bedacht – und seien Sie vor allem offen und authentisch. Treffen Sie nur Aussagen, derer Sie sich absolut sicher sind beziehungsweise zu denen Sie auch redebefugt sind. Noch wichtiger: Sagen Sie immer die Wahrheit – ein Journalist merkt, ob Sie dies tun. Findet er heraus, dass Sie nicht ehrlich waren, wird das Ihr Ansehen bei ihm und dem Medium nachhaltig trüben.

4. Finden Sie heraus, was den Journalisten interessiert

Ein Kommunikationsmanager wünscht sich seine Botschaften und Mitteilungen in Medien veröffentlicht. Möglicherweise sind diese jedoch nicht relevant für den Journalisten und seine Leserschaft. Nutzen Sie daher das persönliche Gespräch mit dem Journalisten dazu, um herauszufinden, welche Informationen er benötigt oder welche Themen aktuell für ihn besonders interessant sind. Können Sie ihm die gewünschten Informationen bereitstellen, steigen die Chancen, dass der Journalist über Ihr Unternehmen berichtet.

5. Weniger ist manchmal mehr

Journalisten erhalten täglich Dutzende Pressemitteilungen von Unternehmen, Organisationen und Agenturen. Bei dieser Flut an Informationen ist es besonders ärgerlich, wenn aus der Sicht des Journalisten völlig belanglose Informationen dabei sind. Dies kann dazu führen, dass er Ihre Unternehmensmitteilungen irgendwann als Spam klassifiziert. Um dies zu verhindern, sollten Sie im Gespräch klären, welche Ihrer vielfältigen Informationen er erhalten will und welche nicht. Passen Sie Ihren Presseverteiler daraufhin an. Sie sollten Ihre Verteiler generell segmentieren und auf eine „Send-to-all“-Taktik stets verzichten.

6. Bieten Sie exklusive Informationen

Medien der gleichen Gattung oder Branche stehen grundsätzlich im Wettbewerb zueinander. Die meisten Leser bekommt das Medium, welches die besten Storys bietet. Nutzen Sie diese Tatsache und bieten Sie Journalisten Ihrer Schlüsselmedien exklusive Informationen an. Gibt es möglicherweise einen neuen Trend oder eine interessante Kooperation? Können Sie ihm vorab wichtige Geschäftszahlen nennen? Ein Journalist wird diese Informationen gerne annehmen. Pflegen Sie jedoch einen guten Kontakt zu allen für Sie wichtigen Journalisten.

7. Dokumentieren Sie Ihre Gespräche

Stellen Sie sich vor, ein Journalist ruft Sie an und möchte mit Ihnen über ein Thema reden, das Sie in Ihrem letzten Gespräch schon einmal angerissen
haben – und Sie können sich nicht mehr erinnern. Das ist ärgerlich und hinterlässt keinen guten Eindruck. Führen Sie daher stets Buch über Ihre Gespräche und sammeln Sie diese in Ihrer zentralen Datenbank. So können Sie – und Ihre Kollegen – jederzeit den Faden eines Gesprächs wieder aufgreifen.

8. Niemals hinterhertelefonieren. Niemals!

Zu guter Letzt: Eine Sache können Journalisten noch weniger leiden als irrelevante Pressemitteilungen – den Anruf danach. Rufen Sie einen Journalisten nicht an, um ihn zu fragen, ob er Ihre Pressemitteilung erhalten hat. Vielleicht hat er, vielleicht nicht –  Ihr Anruf wird nichts daran ändern, ob er diese Informationen veröffentlicht oder nicht. Wenn Sie etwas zu sagen haben, dann rufen Sie vorher an. Nicht nachdem der Versand schon an den gesamten Verteiler geschickt wurde.

Fazit

Der richtige Dialog mit Journalisten benötigt am Anfang etwas Übung, und ein produktiver und kontinuierlicher Austausch entsteht erst über die Zeit. Wenn Sie jedoch die zuvor genannten Ratschläge beherzigen, wird Ihnen das gewiss gelingen.

 

Bild aus dem Agenturarchiv, Hans & Jung – Studio- & Unternehmensfotografie

Wenn Dir dieser Artikel gefallen hat, dann teile ihn bitte!

(No Ratings Yet)

Ein Beitrag von Marcus Freye

Marcus Freye ist PR-Berater und Content-Marketing-Manager bei Aufgesang. Er absolvierte zunächst eine Berufsausbildung zum Großhandelskaufmann und arbeitete acht Jahre als Zeitsoldat, bevor er ein PR-Studium begann. Seit 2011 arbeitet Marcus im PR-Bereich – bei Aufgesang ist er seit 2014. Seine fachlichen Schwerpunkte sind Unternehmenskommunikation, strategische Beratung, Content-Marketing und Marketing-Automation.

Das könnte Sie auch interessieren



Wissenswertes

Branchen

  • Digitale Wirtschaft
  • Investitionsgüter
  • IT
  • Mode
  • Lebensmittel
  • Lifestyle
  • Startups

Leistungen

Rechtliches

Privacy Preference Center

Necessary

Advertising

Analytics

Other